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Aufstehen und aufeinander zugehen

Beim Nachmittag der Begegnung im Neustädter Pfarrheim lernten sich Flüchtlinge und Einheimische kennen.
von Johanna Kraus

  • Die Gruppe Esprit umrahmte den Nachmittag der Begegnung im Neustädter Pfarrheim musikalisch. Fotos: Johanna Kraus
  • Im Gespräch fanden Einheimische und Flüchtlinge im Saal des Pfarrheims der Pfarrei St. Laurentius zueinander.
  • Diese vier hatten sich viel erzählt. Später wurde ein Foto gemacht

Neustadt.Wir wollen aufstehn aufeinander zugehn – voneinander lernen miteinander umzugehn! Aufstehn aufeinander zugehn – und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn!“ Das war das Einstiegslied zum Nachmittag der Begegnung im Pfarrheim am Samstag in Neustadt. Susanne Wagenbauer spielte Gitarre und alle Anwesenden sangen kräftig mit. Denn genau das war das Motto des Tages „Aufstehn aufeinander zugehn“ und in gemeinsamen Gesprächen mehr über den anderen zu lernen.

Organisiert wurde der Nachmittag vom Helferkreis der Sparte Asyl und Flüchtlinge. Der Helferkreis besteht insgesamt aus ungefähr 30 Leuten. Begrüßt wurden die Anwesenden vom Neustädter Pfarrer Johannes Hoffmann, von Stadträtin Ursula Brandlmeier und Birgit Wack, die sich im Helferkreis um alles kümmert, was mit Deutsch und Deutschkursen zu tun hat. „Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind, viele kennen wir ja in der Zwischenzeit“, erzählte Ursula Brandlmeier gleich zu Anfang. Es gab viele verschiedene Kuchen und Speisen, landestypisch, aber auch Spezialitäten z. B. aus Eritrea zu diesem speziellen Anlass.

Voll besetzter Pfarrsaal

Gleich beim Hineingehen ins Pfarrheim war das Motto die Begegnung. Jeder Besucher des voll besetzten Pfarrsaals konnte sich mit einem Fingerabdruck auf dem „Mosaik der Begegnung“ verewigen. Das gefiel den Kindern sehr gut, für die auch einiges geboten war: Es wurden Wurfsäckchen und Brillen gebastelt, aber auch Spiele gespielt.

Unter der Leitung von Simon Höllerer sang die Jugendband Esprit das Lied „We are the world“, um den Zusammenhalt hervorzuheben, und „Bitte hör nicht auf zu träumen“.

Nummern ziehen

Um sich besser kennenzulernen und sich mehr untereinander auszutauschen, hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes ausgedacht. Jeder musste anfangs eine Nummer ziehen. Nach dem ersten Lied der Jugendband sollte dann jeder seine Partner mit derselben Nummer finden. Alle suchten und suchten, bis sich alle vier Partner zusammengefunden hatten. Dann wurde ein Foto mit einem Rahmen um die Gesichter gemacht. Während alle gemeinsam redeten und lachten, entwickelten die Helfer die Bilder. Und zum Ende des Nachmittags wurden die Bilder dann an einer Leine aufgehängt.

Besucher begeistert

Es war ein Tag mit vielen neuen Begegnungen, der allen sehr viel Spaß bereitete. „Wir haben viele Leute getroffen und sind glücklich heute hier gewesen zu sein“, erzählten Fatima Hasan Shanbour und ihr Ehemann Abd Almalik Al Tajeir aus Syrien. Auch Munira Saado aus Syrien war dankbar für dieses Fest, bei dem sie sehr viel Spaß hatte. „Der Tag heute hat mir sehr gut gefallen“, sagte Yahya Nasrallah, der seit fünf Monaten in Deutschland lebt und in Syrien Informatik-Ingenieur studiert hat. Auch Samer Alturk, der seine Lithografien im Pfarrheim präsentierte und an der Damaskus University im College of Fine Arts studiert hat, hat es gefallen. Er hat auch schon eine Zeichnung vom Neustädter Kirchturm angefertigt.

Nach vielen gemeinsamen Unterhaltungen ging der Nachmittag langsam zu Ende. „Danke für den gelungenen Nachmittag. Ich hoffe wir können das bald wiederholen“, so beendete Birgit Wack den Tag. „Wenn wir uns jetzt auf der Straße treffen, wissen wir, dass wir uns schon mal gesehen haben. Dann können wir aufeinander zugehen.“

Vielfältiges Angebot

  • Einrichtung:

    Die Nachbarschaftshilfe Neustadt hat ein Asyl-Helferteam eingerichtet. Das Angebot der Nachbarschaftshilfe reicht von Fahrten zum Arzt über Einkaufshilfen bis zur kurzzeitigen Haustierbetreuung.

  • Asyl:

    Daneben sorgt das Asyl-Helferteam für ehrenamtlichen Deutschunterricht, kümmert sich aber auch um Schule und Kindergarten sowie Arbeits- und Berufswelt.

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