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Lob für neue Unterkunft für Asylbewerber

Beim Tag der offenen Tür am Bad Gögginger Weg schauten viele Abensberger vorbei. Negative Stimmen blieben die Ausnahme.
Von Wolfgang Abeltshauser

  • Neugierige Blicke in die neuen Räume. Fotos: Abeltshauser
  • Die Anlage von außen gesehen.

Abensberg.Es ist durchaus etwas Ungewöhnliches, wenn zu einem Tag der offenen Tür in ein Asylheim geladen wird. Jedoch hatten sich Stadt und die zukünftigen Betreiber der Anlage am Bad Gögginger Weg wohl etwas dabei gedacht. Denn der fertiggestellte Bau, in dem jederzeit bis zu 150 Asylsuchende einziehen können, machte am Wochenende einen guten Eindruck.

Und der blieb den zahlreichen Gästen nicht verborgen. So stand Christian Sondershaus – bei der Regierung von Niederbayern für Asylfragen zuständig – beeindruckt vor und im Gebäude. Er machte keinen Hehl daraus, dass im gefiel, was er dort sah. Nicht nur Behördenvertreter und Abensberger Politiker waren gekommen, um sich den Bau anzuschauen, der in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder in vielen Mündern war.

Zahlreiche Abensberger Bürger nutzten das schöne Wetter und machten bei einer Fahrradtour oder einem Spaziergang Halt am Bad Gögginger Weg. Das Gebäude passe sich gut in die Umgebung ein. „Vor allem ist es nicht wuchtig“, sagte Sondershaus. Viele Gäste zeigten sich ernsthaft interessiert, stellten den Mitarbeitern der Betreiberfirma, die regelmäßig durch die Räume führten, konkrete Fragen. Da ging es etwa um den Brandschutz. Auch bereits in Abensberg lebende Flüchtlinge kamen, um sich die neuen Räume einmal anzusehen.

Negative Aussagen waren da die Ausnahme. Ob denn hier wirklich über 600 000 Euro für Fremde ausgegeben werden müssten? Ob es nötig sei, den Flüchtlingen gleich einen asphaltierten Platz zu bauen, wo die doch gar keine Asphaltstraßen kennen würden? Diese Spitzfindigkeiten eines einzelnen Zeitgenossen waren aber die Ausnahme.

Noch steht nicht fest, wer denn genau in den Zimmern wohnen wird. Es könnten Asylbewerber sein – oder bereits anerkannte Flüchtlinge. Ausgeschlossen ist nicht, dass eines Tages ganz normale Abensberger dort einziehen werden. Denn in zehn Jahren – dann ist der Vertrag zwischen Betreiberfirma und Regierung abgearbeitet – wird die Kommune gefragt werden, ob sie denn die Gebäude übernehmen wolle. Die seien dann selbstverständlich saniert und bezugsfähig. So sagten es die Vertreter der Betreiberfirma.

Soweit nach vorne denkt Bürgermeister Dr. Uwe Brandl noch nicht. Dessen Ziel ist bekanntlich, zumindest in einem Teil der Gebäude bereits anerkannte Flüchtlinge unterbringen zu lassen. Hier ließ er die anwesenden Vertreter der Regierung auch gar nicht viel Luft holen. Und nutzte die Zeit der Besichtigung gleich für Verhandlungen. Immerhin wäre ein Umbau der zwei Gebäude für andere Zwecke als für Asylbewerber möglich. Das sei im Bauplan bereits vorgesehen – etwa was verlegte Leitungen betrifft. So sagten es die Vertreter der Betreiber am Wochenende.

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Was bisher geschah

  • Beginn:

    Die ersten Flüchtlinge, die aufgrund des gestiegenen Aufkommens in Abensberg untergebracht wurden, wohnten in einem ehemaligen Hotel in Gaden. Es dient weiter diesem Zweck.

  • Versuch: Ein privater Investor plante in Gaden ein weitere Anlage. Hier schob allerdings der Stadtrat einen Riegel vor. Die Mehrheit befand, dort sei Integration nur schwer möglich. (eab)

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