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Neue Asylunterkunft ist bezugsfertig

Vertreter von Hafen-Zweckverband, Regierung und Handwerk loben das rasche Millionenprojekt nahe des Kelheimer Hafens.

  • Die funktional eingerichteten Dreier-Zimmer, ergänzt um Küchen-, Aufenthalts- und Sanitärräume, bieten Platz für insgesamt 156 Menschen.
  • Schematische Darstellung der neuen Unterkunft an der alten B16.

Kelheim.Mit einer kleinen Feier ist am Donnerstag die neue Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber an der alten B16 eröffnet worden. Der Zweckverband Häfen im Landkreis Kelheim war Bauherr für das rund 3,7 Millionen Euro teure Gebäude; ab 1. Juli läuft der auf zwölf Jahre ausgelegte Mietvertrag mit der Regierung von Niederbayern. Sie ist dann Betreiberin der Unterkunft neben dem VfL-Areal.

Die funktional eingerichteten Dreier-Zimmer, ergänzt um Küchen-, Aufenthalts- und Sanitärräume, bieten Platz für insgesamt 156 Menschen.
Die funktional eingerichteten Dreier-Zimmer, ergänzt um Küchen-, Aufenthalts- und Sanitärräume, bieten Platz für insgesamt 156 Menschen.

Die ersten der insgesamt 52 Dreier-Zimmer sind bereits bezugsfertig, die weiteren sollen in den nächsten zwei Wochen noch mit dem nötigem Mobiliar ausgestattet werden, berichtet Herbert Engl, Geschäftsführer des Hafen-Zweckverbands. Ab 4. Juli soll dann die schrittweise Belegung der dreiteiligen Unterkunft erfolgen, die insgesamt Platz für 156 Menschen bietet. Betreut wird sie namens der Bezirksregierung von einem Verwalter.

Trend zu Gemeinschaftsquartieren

Für die Landshuter Behörde erklärte Regierungspräsident Heinz Grunwald in seinem Grußwort, dass der Staat bei der Unterbringung wieder verstärkt auf Gemeinschaftsunterkünfte setze. Trotz der derzeit niedrigen Zahl von neu ankommenden Flüchtlingen bekräftigte er, dass Projekte wie dieses in Kelheim weiterhin nötig seien – schließlich könne sich die internationale Lage schnell wieder ändern. Dann sei es gut, wenn man nicht wieder auf Turnhallen und andere Notquartiere angewiesen sei.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Regierungspräsident Grunwald (li.) waren die Vertreter des Hafenzweckverbands und seiner Mitglieder sowie von Jura-Holzbau anwesend.
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe an Regierungspräsident Grunwald (li.) waren die Vertreter des Hafenzweckverbands und seiner Mitglieder sowie von Jura-Holzbau anwesend. Fotos: Rebekka Knoll

Der Vorsitzende des Hafen-Zweckverbands, Landrat Dr. Hubert Faltermeier, hob die zügige Umsetzung des Bauprojekts hervor, basierend auf den einhelligen Beschlüssen im Zweckverband respektive bei seinen involvierten Mitgliedern Landkreis, Stadt Kelheim, Gemeinde Saal. Auch den Bauantrag habe man zügig durchgebracht. Faltermeier lobte die ausführenden Firmen, die den einstöckigen Komplex von Ende 2015 an zuverlässig, fachkundig und schnell errichtet hätten.

In deren Namen sprach Prokurist Christian Hierl von der federführenden „Jura Holzbau“ aus Riedenburg-Jachenhausen ein Grußwort. Er hob die Holzständer-Bauweise unter Verwendung heimischer, natürlicher Baustoffe hervor. Hierl bekräftigte, dass dieses Projekt die Leistungsfähigkeit des Handwerks unter Beweis stelle – die oft genug mehr Anerkennung verdient hätte, merkte er ergänzend an.

Hilfe für Kommunen angemahnt

Der Kelheimer Bürgermeister Horst Hartmann, zugleich Vize-Verbandsvorsitzender, dankte dem Landrat für die zielstrebige Umsetzung des Bauprojekts. In Richtung von Regierungspräsident Grunwald forderte Hartmann Unterstützung für die Kommunen bei der Unterbringung anerkannter Asylbewerber.

Sein Kollege aus Saal, Vize-Bürgermeister Josef Rummel, erinnerte daran, dass auch die benachbarten jetzigen VfL-Gebäude einst als Unterkünfte für „Gastarbeiter“ errichtet worden seien. Deren Integration sei gelungen – das sei auch die Chance bei den jetzigen Neuankömmlingen, befand Rummel.(hu)

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