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Demonstration

Migrantenprotest gegen „Ausländergewalt“

Bundesweit gingen Russlanddeutsche gegen „Ausländergewalt“ und die Flüchtlingspolitik auf die Straße – auch in Regensburg.

  • Hunderte von Russlanddeutschen demonstrierten in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) gegen Gewalt und für mehr Sicherheit in Deutschland. Foto: dpa
  • Die Demonstranten forderten eine Verteidigung „deutscher und christlicher Werte“ Foto: dpa
  • Die Demonstranten forderten eine Verteidigung „deutscher und christlicher Werte“ Foto: dpa

Regensburg.Hunderte Russlanddeutsche haben am Sonntag in mehreren Städten Bayerns und Baden-Württembergs gegen eine aus ihrer Sicht ausufernde Gewalt von Ausländern demonstriert. Anlass war die angebliche Vergewaltigung eines Mädchens in Berlin, eine Tat, die es nach Auskunft der Berliner Polizei gar nicht gegeben hat, über die jedoch in russischen Medien berichtet worden war.

Auf einer Kundgebung vor dem Alten Rathaus in Regensburg haben am Sonntag gegen 14 Uhr nach Polizeiangaben 300 Menschen gegen die deutsche Flüchtlingspolitik demonstriert. In Regensburg wechselten sich Berichten von Augenzeugen zufolge mehrere Redner, die deutsch und russisch sprachen, am Megafon ab. „Wir sind gegen Gewalt. Aber wir können auch anders“, lautete die Parole eines Mannes, der androhte, vor ein Flüchtlingsheim zu ziehen. „Die Merkel braucht Nachhilfe. Wir schicken sie nach Sibirien“, war eine andere. Sie warfen der Politik unter anderem vor, die Polizei zur Vertuschung von von Asylbewerbern begangenen Gewalttaten anzuhalten. Im Anschluss zogen die Teilnehmer zum Hauptbahnhof. „Dort löste sich das Versammlungsgeschehen gegen 15.30 Uhr friedlich auf“, sagte ein Polizeisprecher.

+++ Information zum Vermisstenfall einer 13-Jährigen +++In den letzten Tagen ist uns aufgefallen, dass das Interesse...

Posted by Polizei Berlin on Monday, January 18, 2016

In Augsburg versammelten sich etwa 200 Protestierende auf dem Rathausplatz. Sie forderten eine Verteidigung „deutscher und christlicher Werte“. Die Demonstration war der Polizei zufolge nicht bei der Stadt angemeldet. In den mittelfränkischen Städten Nürnberg, Erlangen, Ansbach und Neustadt an der Aisch protestierten für einige Stunden jeweils zwischen 40 und 400 Russlanddeutsche. Die Demonstranten kamen meist schweigend und ohne Transparente und Banner zusammen. Alle Kundgebungen verliefen friedlich, bestätigte ein Polizeisprecher.

In Ellwangen in Baden-Württemberg marschierten die Demonstranten laut Polizei vom Marktplatz zur Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Dort kamen schließlich rund 500 Menschen zusammen, die laut Behörde einen „insgesamt unorganisierten Eindruck“ machten. Weitere Demonstrationen gab es in Schwäbisch Gmünd, Lahr, Rastatt und Villingen-Schwenningen. (dpa/rj)

Sehen Sie hier ein Amateurvideo von der Demonstration in Regensburg:

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