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Motor der Gleichstellung

Die Europäische Union (EU) ist der Motor für die Gleichstellung von Frauen und Männern.
Marlis Tepe, Gewerkschafterin

Marlis Tepe, Gewerkschafterin
Marlis Tepe, Gewerkschafterin

Regensburg.Die Europäische Union (EU) ist der Motor für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Damit sie auch weiterhin Schubkraft entfalten kann, macht sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) dafür stark, bei der Europawahl am 26. Mai Parteien zu wählen, die sich dieses Ziel auf die Fahne geschrieben haben. Denn: Für ein soziales und geschlechtergerechtes Europa gibt es noch viel zu tun! Die Themenpalette reicht von der Lohnarbeit über das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung bis hin zu einer Kritik an tradierten Frauen- und Geschlechterbildern.

Rechtspopulistische und nationalistische Kräfte, die zunehmend an Stärke gewinnen, stehen diesen Werten entgegen. Sie stellen die EU vor existenzielle Herausforderungen. Wo aber demokratische Errungenschaften abgebaut werden, stehen auch sicher geglaubte Frauenrechte wieder in Frage. Deshalb verteidigen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter die europäischen Grundwerte. Europa muss auch künftig als starkes Bollwerk gegen den Antifeminismus Gesicht zeigen.

Eine gute Zukunft für Frauen und Männer lässt sich besser verwirklichen, wenn die demokratischen Kräfte und damit ein politisch vereintes, wirtschaftlich starkes und sozial gerechtes Europa mit vielen Stimmen gestärkt werden.

Die GEW schlägt vor, wieder auf eine verbindlichere EU-Gleichstellungsstrategie zu setzen. Frauenpolitisch ist die aktuelle EU-Gleichstellungspolitik zu vage. In dem nach der Europawahl zu erwartenden neuen Aktionspapier der Kommission muss es konkrete Vorgaben geben, wie die Gleichstellung der Frauen in der EU zu verbessern ist. Die Ziele dabei sind: Frauen müssen eine faire Chance haben, ihre Existenz eigenständig zu sichern und selbstbestimmt zu leben. Dafür braucht es verbindliche europäische Regelungen zum gleichen Lohn für gleiche Arbeit und zur Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Es muss geklärt werden, wie mehr Frauen in Führungspositionen kommen können. Zudem benötigen wir Maßnahmen, wie Familie und Beruf besser zu vereinbaren sind. Dazu gehört insbesondere, unbezahlte und bezahlte Sorgearbeit aufzuwerten sowie diese zwischen Frauen und Männern umzuverteilen. Ebenso brauchen wir ein faires Steuersystem.

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