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Nur recyceltes Papier kaufen

Aus Sicht des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit ist nur Papier mit dem Blauen Umweltengel zu empfehlen.
Wolfgang Feiner, Umwelt-Aktivist

Billigpreise und Sonderangebote für Schulhefte locken dieser Tage zum Schuljahresbeginn in allen Supermärkten. Als verantwortungsvolle Verbraucherinnen und Verbraucher sollten wir uns aber darauf konzentrieren, nachhaltige Produkte zu kaufen. Bei Papier – ob als Schulheft, Schreibblock oder zum Drucken - ist die Sache denkbar einfach: Aus Sicht des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit ist nur Papier mit dem Blauen Umweltengel zu empfehlen: Es besteht zu 100 % aus Recyclingpapier und verhindert die Verwendung giftiger Chemikalien. Recyclingpapier schont die Wälder und reduziert die Müllberge. Außerdem braucht es in der Herstellung deutlich weniger Frischwasser und Energie. So spart der Kauf eines einzigen DIN A4-Heftes mit Blauem Umweltengel im Vergleich drei Liter Trinkwasser und so viel Energie, dass eine 11-Watt-Energiesparlampe 54 Stunden lang leuchten könnte. Andere Labels auf Schulheften mögen schön bunt sein, ökologisch gesehen sind sie aber nahezu wertlos: So hilft der Aufdruck, dass kein Papier aus Tropenwäldern verwendet wurde, wenig, wenn dafür nordische Urwälder der Säge zum Opfer fallen. Und auch das Label „chlorfrei“ verliert seinen Heiligenschein, wenn man weiß, dass solche Papiere eben meistens mit den chemischen Verbindungen Chlordioxid oder Chlorperoxid gebleicht werden. Aber, so mögen besorgte Eltern einwenden, besser schreibe das Kind auf schneeweißem Frischfaserpapier, das mache bestimmt einen besseren Eindruck bei der Lehrkraft. Diese Bedenken sind leicht zu zerstreuen: Nicht nur verwendet das Bayerische Kultusministerium konsequent Recyclingpapier und wirbt auch auf seiner Homepage offensiv dafür - auch die Regensburger Schulen kopieren laut Angaben der Stadt auf umweltfreundlichem Recyclingpapier. Preis und Optik stellen schon lange keine Probleme mehr dar, so dass Eltern problemlos zur umweltfreundlichen Variante greifen können. So können sie ihren Kindern leicht ein Vorbild sein beim Wälderschützen und Energiesparen. Und vielleicht ergibt sich ja, gerade nach einem so unglaublich heißen Sommer, auch in der Familie einmal ein Gespräch über den Schutz des Klimas und der Biodiversität. Man sollte nur eine gute Antwort bereit haben, wenn das Kind dann fragt: „Mama, Papa, welches Papier verwendet ihr eigentlich in der Arbeit?“

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