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Wir müssen jetzt etwas tun

Wenn weiter nichts für das Klima getan wird, müssen die „Fridays for Future“-Aktivisten noch weiter streiten.
Viktoria Hochmuth, Aktivistin

Viktoria Hochmuth, Mitorganisatorin der Fridays for Future Bewegung in Regensburg.
Viktoria Hochmuth, Mitorganisatorin der Fridays for Future Bewegung in Regensburg.

Seit Jahrzehnten weiß die Menschheit, dass wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern. Eine Katastrophe, deren weitreichenden ökologischen, finanziellen und gesellschaftlichen Auswirkungen unvorstellbar sind – außer wir alle unternehmen jetzt etwas dagegen. Die 16-jährige Greta Thunberg geht deswegen seit vergangenem Sommer jeden Freitag auf die Straße um für unser aller Zukunft zu kämpfen. Sie hat durch ihr Engagement eine globale Bewegung losgetreten, die stetig an Teilnehmern gewinnt. Am 15. März waren es 1,6 Millionen Jugendliche, auf allen Kontinenten der Erde, die an einer Demonstration teilgenommen haben. Auch in Regensburg gab es mehrere Fridays-for-Future-Demos, bei denen jeweils ca. 1000 Schüler auf die Straße gingen, um für deine, meine und unsere Zukunft zu kämpfen. Warum tun sie das aber eigentlich, trotz der Strafen von der Seite der Schulen? Die Antwort ist einfach. Die Schüler sind nicht auf den Kopf gefallen und verstehen, dass die Politik in vielen Ländern nicht so auf unser Klima ausgerichtet ist, dass sie zukunftstragend ist. Ein regionales Beispiel ist, dass der ÖPNV in der Stadt relativ gut ausgebaut ist, aber wie sieht es im Landkreis aus? Bedürftig oder nicht? Eine Folge davon ist, dass viele Menschen lieber mit dem eigenen Auto fahren, was einen unnötig hohen Energieverbrauch mit sich führt. Auf andere Energie- und sogar Kostensparmaßnahmen, wie das sofortige Umrüsten der innerstädtischen Straßenlaternen auf LED-Lampen, verzichtet die Stadt wegen dem „Städtebild“. Tägliche Kostenersparnisse von 2000 Euro und von den Energieersparnissen ganz zu schwiegen, sind möglich. Viele Politiker kritisieren uns, dass wir uns mit solchen Themen nicht auskennen. –„Klimaschutz ist etwas für Profis“- (Christian Lindner FDP). Sehr geehrter Herr Lindner und alle Kritiker unserer Bewegung: Es stehen mehr als 23000 Wissenschaftler – also Profis – hinter uns. Aber es ist nicht unser Ziel, Profi zu sein und den Politikern zu sagen, welchen Lösungsansatz sie befolgen sollen. Unser Ziel ist es, so viele wie möglich auf das Problem aufmerksam zu machen und die Politiker dadurch zu zwingen, mit Profis zu reden und eine Lösung zu suchen, in dem das Problem nicht einfach ignoriert wird. Sollte es weiter so gehen, dass nichts für unsere Zukunft aktiv getan wird, dann müssen wir wohl noch lange weiter streiken.

Die Außenansicht gibt die subjektive Meinung des Autors wieder und nicht unbedingt die der Redaktion.

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