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Söders private Extratouren in Oberpfalz

Der Ministerpräsident entdeckt die Region als Radrevier. Mit Finanzminister Füracker ist er schon das dritte Mal am Start.
Von Christine Schröpf

Regierungschef Markus Söder (M.) mit Finanzminister Albert Füracker (l.) und Staatskanzleichef Florian Herrmann.
Regierungschef Markus Söder (M.) mit Finanzminister Albert Füracker (l.) und Staatskanzleichef Florian Herrmann. Foto: Söder/Privat

Neumarkt.Kontrastprogramm für Regierungschef Markus Söder, Finanzminister Albert Füracker und Staatskanzleichef Florian Herrmann: Am Dienstag hatte das Trio mit dem gesamten Kabinett noch Kanzlerin Angela Merkel im prunkvollen Spiegelsaal auf Herrenchiemsee empfangen - und bundesweit leichte Debatten ausgelöst, ob es nicht auch eine Nummer dezenter geht. Am Samstag rollten die Drei nun in Freizeitkluft auf E-Bikes über Landstraßen und Radwege von Lupburg (Lkr. Neumarkt) nach Kallmünz (Lkr. Regensburg). Söder hatte die Radlhosen mit einem Fanshirt des 1. FC Nürnberg kombiniert. „On Tour durch die Oberpfalz“, postete der Franke am Nachmittag im sozialen Netzwerk Facebook.

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Insgesamt absolvierten Söder, Füracker und Herrmann eine Strecke von rund 50 Kilometern. „Es ist eine schöne gemeinsame Freizeitaktivität“, sagte Füracker hinterher. Sie füllt nach seinen Worten außerplanmäßige Lücken im Terminkalender - wegen Corona sind weiter viele Veranstaltungen abgesagt. Wie viel und worüber bei der Radtour gesprochen wurde oder ob die Männerrunde eher schweigend unterwegs war, beantwortete er nicht. Zwischenstopp war jedenfalls in einer Eisdiele in Kallmünz, wo Söder von einigen Passanten erkannt und um Selfies gebeten wurde.

Es ist schon das dritte Wochenende, an dem sich der CSU-Chef für eine ausgedehnte Radtour durch den Regierungsbezirk Zeit nimmt. Die ersten beiden Male war er nur mit Füracker unterwegs gewesen. Startpunkt ist immer bei Lupburg, wo der Finanzminister zuhause ist. Ein Ort, der von Söders Heimatstadt Nürnberg schnell erreichbar ist. „Radtour mit Abstand durch die Oberpfalz“ hatte der Ministerpräsident am 4. Juli zur Auftakt-Radltour coronagerecht gepostet und dafür seitdem rund 10 500 Likes und 1200 Kommentare kassiert.

Auch der Post vom aktuellen Wochenende wurde sofort fleißig kommentiert - inklusive Abwerbeversuchen aus der Oberpfalz. „Lassen Sie sich mal im schönen Bayreuth blicken“, war etwa zu lesen. Eine Nutzerin aus der Region setzte diverse weitere Tourenvorschlägen durch die Oberpfalz dagegen. Parsberg, Velburg und Neumarkt, auch Berching oder der König-Ludwig-Kanal seien einen Ausflug wert. Es fehlte natürlich nicht eine kleine Anspielung auf Söders potenzielle Kanzlerkandidatur für die Union. „Wenn die Kanzlerfrage ansteht, müssen wir auch mal per Fahrrad durch den Rheingau fahren“, schrieb ein Facebook-Nutzer aus Hessen. Und auch Corona war ein Thema: „Wann dürfen wir denn als Verkäufer in den Geschäften den Mundschutz weglassen Herr Söder?“, lautete eine der Fragen.

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