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Spielbank Kötzting bleibt im Aufwind

Finanzminister Füracker informiert den Landtag über die Finanzlage der insgesamt 72 Beteiligungen des Freistaats.

Das Casino-Geschäft läuft – nicht nur in Bad Kötzting. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Das Casino-Geschäft läuft – nicht nur in Bad Kötzting. Foto: Christoph Schmidt/dpa

München.Der Freistaat Bayern ist an 72 Unternehmen mit mehr als 37 000 Beschäftigten beteiligt. Rund 45 Prozent der Mitarbeiter sind Frauen. Dies geht aus dem am Mittwoch von Finanzminister Albert Füracker (CSU) im Landtag vorgestellten Beteiligungsbericht hervor. Das Beteiligungsportfolio hat sich allerdings zwischen dem Jahr 2000 und dem Stichtag 31.12.2018 stark verändert. Der Freistaat veräußerte in diesem Zeitraum 36 Beteiligungsunternehmen und gründete 23 Unternehmen neu beziehungsweise erwarb Anteile daran. Zu den Neuzugängen zählt etwa die BayernHeim GmbH und die Beteiligung am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung im vergangen Jahr.

Von Spielbanken bis zu Brauereien

Finanzminister Albert Füracker informierte im Landtag über das Portfolio des Freistaats. Foto: Balk/dpa
Finanzminister Albert Füracker informierte im Landtag über das Portfolio des Freistaats. Foto: Balk/dpa

„Bayern steht wirtschaftlich so gut da wie nie zuvor. Zu diesem Erfolg tragen auch die bayerischen Beteiligungsunternehmen bei“, sagte Füracker. In den vergangenen drei Jahren hätten die Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro an den Freistaat abgeführt. Das Beteiligungsportfolio umfasst ein breites Spektrum von Traditionsunternehmen wie den staatlichen Brauereien, den neun Spielbanken, dem Hauptmünzamt oder der Seenschifffahrt, ebenso aber auch Großunternehmen wie die Bayerische Landesbank oder die Flughäfen und Messen in München und Nürnberg.

41 000 Casino-Besucher in Bad Kötzting

Aus Oberpfälzer Sicht besonders interessant: Die im Jahr 2000 gegründet Spielbank in Bad Kötzting. Dort ging das Geschäftsergebnis 2019 noch einmal nach oben und setzte die positive Entwicklung aus 2018 vor. So stieg der Bruttospielertrag auf gut vier Millionen Euro. Die Besucherzahlen blieben nach Angaben des Finanzministeriums mit gut 41 000 in etwa auf Vorjahresniveau. Zum Vergleich: Von 2017 auf 2018 war der Bruttospielertrag von 2,027 auf 3,740 Millionen Euro gewachsen. Die Zahl der Besucher hatte sich im gleichen Zeitraum um fast 58 Prozent erhöht. „Insgesamt zeigt sich in der Spielbank in Bad Kötzting somit ein sehr positives Bild“, kommentierte Füracker die neuesten Wirtschaftszahlen. „Wir hoffen, dass der Trend sich trotz des weiterhin nicht ganz einfachen Umfelds in den kommenden Jahren fortsetzen wird.“

Jubiläum

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Die Ursachen für den Aufschwung sind vielfältig. Das Finanzministerium verweist auf verschärfte Regularien im Nachbarland Tschechien, zum Beispiel durch genauere Zugangskontrollen, die das Spielen in den bayerischen Casinos für Besucher wieder reizvoller gemacht hätten. Im Freistaat sei parallel aber auch in die Häuser investiert worden, etwa in ein modernes Automatenangebot oder ein besseres gastronomisches Angebot.

Das Finanzministerium bekräftigte, dass man mit der Gründung der neun Spielbanken in den bayerischen Regierungsbezirken immer auch strukturpolitischen Erwägungen gefolgt sei. Im Fokus stehe bis heute nicht allein der rein wirtschaftliche Erfolg oder die Rolle als wichtiger Arbeitgeber vor Ort. Die Spielbanken belebten das Kulturleben ihrer Gemeinden und der ganzen Region. (is/dpa)

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