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Energieversorgung

Trassenstreit: Aiwanger macht Ärger Luft

Die Breite des Süd-Ost-Links haben der Bund und die Bundestagsabgeordneten zu verantworten, sagt der Freie-Wähler-Chef.
Von Christine Schröpf

Freie-Wähler-Chef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verwahrt sich gegen die Rolle des Sündenbocks. Foto: Sven Hoppe dpa/lby
Freie-Wähler-Chef und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verwahrt sich gegen die Rolle des Sündenbocks. Foto: Sven Hoppe dpa/lby

München.Der Freie-Wähler-Chef und bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wehrt sich im Streit um den geplanten Süd-Ost-Link gegen die Kritik, nicht vehement genug für einen möglichst schmalen Trassenverlauf gekämpft zu haben. Neu verfügbare Erdkabel mit größeren Kapazitäten hatten Hoffnungen geweckt – nun werden aber auf dem frei werdenden Platz Leerrohre in die Erde gelegt. Aiwanger führte dazu am Montag in Berlin ein Gespräch mit der Bundesnetzagentur. Nun stellt er klar: „Für die Breite der Stromtrasse sind bundesrechtliche Bestimmungen verantwortlich, die von den Bundestagsabgeordneten zu verantworten sind.“ Der Bundestag habe bereits 2019 festgelegt, dass Leerrohre verbaut werden müssen, sofern sich die Trassenbreite gegenüber der ursprünglichen Planung nicht wesentlich vergrößert. Da die Stromnetzbetreiber inzwischen auf 525 kV-Leitungen zurückgreifen könnten, sei dieser Tatbestand erfüllt.

Strom

Falsche Beruhigung für Trassengegner

Regensburger Landkreis-Gemeinden wurden informiert, dass sie nicht mehr Teil der SüdOstLink-Planungen sind. Das stimmt nicht.

„Es ist eine Unwahrheit seitens der politischen Mitbewerber, mir jetzt im Kommunalwahlkampf die Leerrohre beziehungsweise die vier Gigawatt des Süd-Ost-Links unterjubeln zu wollen. Diejenigen, die mich hier als Sündenbock benutzen wollen, sollen in den Spiegel sehen, dann haben sie die Verantwortlichen vor sich“, ärgert sich Aiwanger. Er spielt darauf an, dass er bei Terminen vor Ort immer wieder mit Vorwürfen konfrontiert worden sei.

Entsprechende Kritik hatte es zudem nach seiner Regierungserklärung zur Energiewende im Landtag im November gegeben – damals von der SPD. Er habe in Berlin „kampflos“ der Verdoppelung der Übertragungskapazität zugestimmt, sagte die Oberpfälzer Abgeordnete Annette Karl. Der Süd-Ost-Link ist großer Streitpunkt in der Region. Die erdverkabelte Trasse wird die Oberpfalz von Nord nach Süd durchschneiden. (is)

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