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Finnische Ostsee-Inselgruppe will EU-Reformvertrag kippen

Aland-Inseln stimmen bis Dezember ab

Nicht nur in Irland und Tschechien sind die EU-Skeptiker aktiv: Auch eine in der Ostsee liegende Inselgruppe leistet Widerstand gegen EU-Reformvertrag. Die Aland-Inseln mit gerade einmal 27.000 Einwohnern könnten zum ersten Problem für die EU werden. Auf der Inselgruppe geht es eher traditionell zu; viele Menschen sind Fischer. Das Bild zeigt Einwohner der Aland-Inseln bei der finnischen Parlamentswahl.

Nicht nur in Irland und Tschechien sind die EU-Skeptiker aktiv: Auch eine zwischen Finnland und Schweden liegende Inselgruppe in der Ostsee leistet Widerstand gegen den Vertrag von Lissabon. Die zu Finnland gehörenden Aland-Inseln mit gerade mal 27.000 Einwohnern müssen noch bis Jahresende über die Reformpläne abstimmen. Dabei droht ein Nein des 30-köpfigen Inselparlaments. Auf Kriegsfuß stehen die Insulaner unter anderem mit den Fischfangbeschränkungen der EU und dem Verbot des beliebten Kautabaks Snus außerhalb von Schweden.

Für Finnland wäre ein Negativ-Votum des halbautonomen Archipels ein ernsthaftes Problem. Denn das finnische Parlament hat dem EU-Vertrag bereits vor einem Jahr zugestimmt. Um die Ratifizierung abzuschließen, müsste sich die Regierung in Helsinki über ein Nein der Aland-Inseln hinwegsetzen. Brüsseler Diplomaten zucken ungerührt die Schultern: "Dieses Problem muss Finnland intern lösen." Das schwedischsprachige Aland-Archipel mit mehr als 6500 Inseln gehört seit 1921 zu Finnland. Zuvor unterstand es Schweden und Russland.

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