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NSU-Prozess: Wohlleben-Antrag scheitert

Ein Begangenheitsantrag des mutmaßlichen Terrorhelfers Ralf Wohlleben scheitert. Der Prozess kann fortgesetzt werden.

Ralf Wohlleben hat nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft die Waffe besorgt. Foto: dpa
Ralf Wohlleben hat nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft die Waffe besorgt. Foto: dpa

München.Der NSU-Prozess geht weiter: Der mutmaßliche Terrorhelfer Ralf Wohlleben ist erneut mit einem Befangenheitsantrag gegen den Staatsschutzsenat des Münchner Oberlandesgerichts (OLG) gescheitert. Damit wurde der NSU-Prozess am Mittwochnachmittag mit der Zeugenvernehmung fortgesetzt.

Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Sie muss sich vor allem für die Serie von neun rassistisch motivierten Morden an Gewerbetreibenden türkischer und griechischer Herkunft verantworten. Wohlleben hat nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft die Waffe besorgt, die Zschäpes verstorbene mutmaßliche Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt dafür verwendet haben sollen.

Ein früherer V-Mann-Führer des brandenburgischen Verfassungsschutzes hat bei seiner Zeugenaussage im NSU-Prozess am Mittwochnachmittag den Richter mehrfach verärgert. Zunächst verlangte der Beamte, seine Aussage von einem Blatt abzulesen, was der Vorsitzende Richter Manfred Götzl aber ablehnte. Noch dazu forderte Götzl den Mann auf, seinen Kaugummi aus dem Mund zu nehmen. Wie bei vergangenen Vernehmungen erschien der Zeuge vermummt im Gericht. (dpa)

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