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Justiz

Zschäpe: Neuer Befangenheitsantrag

Die Hauptangeklagte im Münchner NSU-Prozess wendet sich erneut gegen das Gericht, das ihre Pflichtverteidiger nicht entlässt.

Die Angeklagte Beate Zschäpe zwischen ihren Anwälten Hermann Borchert (l) und Mathias Grasel (r). Ihre drei Pflichtverteidiger will sie loswerden. Foto: dpa
Die Angeklagte Beate Zschäpe zwischen ihren Anwälten Hermann Borchert (l) und Mathias Grasel (r). Ihre drei Pflichtverteidiger will sie loswerden. Foto: dpa

München.Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat einen neuen Befangenheitsantrag gegen das Gericht im Münchner NSU-Prozess gestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur reichte sie den Antrag bereits am Wochenende schriftlich ein. Sie reagiert damit auf die Entscheidung des Gerichts, ihre drei Pflichtverteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm auf ihren Posten zu belassen. Mit allen Dreien hat sie sich schon seit langem zerstritten.

Damit ist unklar, ob der NSU-Prozess diese Woche wie geplant stattfinden kann. Das Gericht hat drei Verhandlungstage angesetzt. Für Dienstag sind keine Zeugen geladen. Aus Justizkreisen war zu hören, dass Zschäpes vierter Pflichtverteidiger Mathias Grasel ihren Befangenheitsantrag verlesen könnte. Für Mittwoch und Donnerstag sind mehrere Kripo-Beamte und ein mutmaßlicher Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ geladen.

Zschäpe ist die einzige Überlebende des NSU-Trios. Sie ist für die Serie von zehn Morden angeklagt, die dem NSU zur Last gelegt werden. Neun der Opfer waren türkische und griechische Gewerbetreibende, die nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft aus rassistischen Motiven getötet wurden. (dpa)

Lesen Sie weitere Berichte über den NSU-Prozess in München in unserem Spezial.

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