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Politik

Grüne fordern 30er-Zone in Regenstauf

Bündnis 90/Die Grünen haben in Regenstauf einen Ortsverband gegründet. Mit dabei: der Sohn des Altbürgermeisters Zelzner.
Von Sieglinde Geipel

Der Durchgangsverkehr ist eines der Problemfelder, denen sich der neue Ortsverband widmen möchte. Foto: Geipel
Der Durchgangsverkehr ist eines der Problemfelder, denen sich der neue Ortsverband widmen möchte. Foto: Geipel

Regenstauf.Die politische Landschaft in Regenstauf wird bunter. Im November 2018 gründete sich der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen. Sprecherin und Initiatorin Heike Gramann sagt: „Es wird Zeit, dass auch wir in Regenstauf vor Ort aktiv werden“. Zur Gründung trafen sich zehn Unterstützer und wählten aus ihrer Mitte zwei gleichberechtigte Sprecher: Heike Gramann und Wolfgang Pausch. Als Schriftführerin wurde Dörte Neumann gewählt, der Posten des Kassiers wurde noch nicht besetzt. Unter den Gründungsmitgliedern ist auch Johannes Zelzner jun., der Sohn von Altbürgermeister Johann Zelzner.

Heike Gramann führt als Heilpraktikerin eine eigene Praxis in Regenstauf. Die Themen Naturschutz, saubere Umwelt und gesunde Lebensmittel begleiten sie seit frühester Jugend. Bereits in der Schulzeit habe sie sich bei Greenpeace mit Unterschriften für den Schutz des Regenwaldes engagiert, erzählt sie. Auch Diplominformatiker Wolfgang Pausch hat sich schon immer für die grüne Idee eingesetzt. In Regenstauf ist er im Bio-Treff aktiv.

Einsatz für das Volksbegehren

Aktuell engagiert sich der neu gegründete Ortsverband intensiv für das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“, das auch von Bündnis 90/Die Grünen mitgetragen wird. „Wir wollen mithelfen, damit möglichst viele Menschen bis zum 13. Februar ins Rathaus gehen und mit ihrer Unterschrift eine wichtige Verbesserung des Naturschutzgesetzes in Bayern voranbringen“, sind sich Gramann und Pausch einig. Deshalb informieren sie interessierte Bürger über den Inhalt des Volksbegehrens und weisen auf die verlängerten Öffnungszeiten zur Eintragung hin.

Die Sprecher Wolfgang Pausch und Heike Gramann Foto: Geipel
Die Sprecher Wolfgang Pausch und Heike Gramann Foto: Geipel

Die nächste Aufgabe wird die Europawahl sein. Das große Ziel auf Ortsebene sei, bei der Kommunalwahl 2020 mit einer eigenen Liste anzutreten und zukünftig die grünen Interessen für die Regenstaufer Bürger im Marktgemeinderat zu vertreten, erklären Gramann und Pausch. In Bayern seien Bündnis 90/Die Grünen jetzt zweitstärkste Partei und die Regenstaufer Bürger, die bei den Landtagswahlen grün gewählt haben, sollten diese Möglichkeit nun auch bei der Kommunalwahl haben. Es gebe viele Aufgaben, für die man sich starkmachen wolle.

Als Beispiel nannten die Sprecher die Problematik rund um Mikroplastik, das nicht nur in den Ozeanen, sondern sogar im Blut der Menschen zu finden sei. Außerdem bewiesen Wetterkapriolen mit extremen Hitzeperioden, leider eindrucksvoll, dass es höchste Zeit zum Handeln sei, sagt Wolfgang Pausch.

Gefahren lauern in der Hauptstraße

Auf Ortsebene sieht er in der Hauptstraße ein großes Gefahrenpotential für Fußgänger und Radfahrer. Man könne kaum die Straße überqueren, ohne Gefahr zu laufen, mit einem Auto zu kollidieren. Mit der Einführung von Tempo 30 km/h könne seiner Meinung nach die Gefahr deutlich verringert werden.

Ganz allgemein werde bei Fragen zur Mobilität dem Auto ein zu hoher Stellenwert eingeräumt. Es sei wichtig, nach Alternativen zu suchen und die Fahrradwege und den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Heike Gramann möchte sich besonders dafür einsetzen, dass sich ein Bioladen in Regenstauf etabliert. Außerdem will sie viele Menschen überzeugen, wann immer es geht, auf zusätzliche Verpackungen zu verzichten.

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