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Kandidatur

OB-Wahl: Freudenstein tritt für CSU an

Mit großer Mehrheit ist Astrid Freudenstein zur Oberbürgermeisterkandidatin der CSU in Regensburg gewählt worden.
Von Martina Groh-Schad

Heimatminister Albert Füracker (links) und CSU-Kreisvorsitzender Michael Lehner (rechts) gratulierten Astrid Freudenstein zur Nominierung. Foto: Martina Groh-Schad
Heimatminister Albert Füracker (links) und CSU-Kreisvorsitzender Michael Lehner (rechts) gratulierten Astrid Freudenstein zur Nominierung. Foto: Martina Groh-Schad

Regensburg.Vor der geheimen Wahl appellierte der Kreisvorsitzende der CSU Michael Lehner an die anwesenden Delegierten, der 45-Jährigen gebürtigen Niederbayerin mit einem starken Votum den Rücken für den anstehenden Wahlkampf zu stärken. Die Stadtgesellschaft habe sich in den vergangenen Jahren gespalten. „Wir brauchen eine Persönlichkeit, die die Stadt wieder zusammen schweißt“, warb er für die aktuelle CSU-Bundestagsabgeordnete Freudenstein. „Sie bringt jede Menge Verwaltungserfahrung mit, das brauchen wir in Regensburg.“

88 Delegierte stimmten ab

74 von 88 gültigen Delegierten-Stimmen entfielen am Samstag im Regensburger Spitalgarten auf die Politikerin, die seit 2008 im Regensburger Stadtrat sitzt. 14 Delegierte entschieden sich gegen sie. Zwei Stimmen waren ungültig und wurden aus der Wertung genommen. Freudenstein nahm die Wahl an. „Im Kommunalen hat man tatsächlich die Möglichkeit, etwas zu bewegen“, erklärte sie ihre Kandidatur.

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Zur Nominierung von Freudenstein war auch der Bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker nach Regensburg gekommen. „Wenn Regensburg floriert, floriert die ganze Oberpfalz“, erklärte er. Er sei nach Regensburg gekommen, um ein Zeichen zu setzen: „Wir müssen jetzt zusammen halten.“ Füracker lobte den Prozess, der der Nominierung von Freudenstein voraus gegangen war: „Das war ein demokratisches Lehrstück.“ Vor der Wahl wurde innerhalb der Regensburger CSU eine Mitgliederbefragung durchgeführt, bei der sich Freudenstein mit rund 60 Prozent gegen ihre Stadtratskollegen Dagmar Schmidl und Jürgen Eberwein durchsetzte. Beide zogen daraufhin ihre Kandidatur zurück.

Astrid Freudenstein

  • Politikerin:

    Freudenstein sitzt seit 2008 im Regensburger Stadtrat. 2013 war sie als Abgeordnete im Bundestag. Bei der Wahl 2017 wurde sie zunächst nicht gewählt, rückte aber Anfang Juli 2019 nach.

  • Beruf und Familie:

    Die Katholikin ist Journalistin und Medienwissenschaftlerin. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

„In der Stadtentwicklung herrscht totaler Stillstand“, sagte Freudenstein. Das wolle sie ändern. Zu ihren Themen zähle sie eine Verbesserung des Verkehrsflusses. „Unsere Flächen sind nicht in der Lage, dass wir diese Verkehrsströme bewältigen können“, erklärte sie und schlug vor: „Wir optimieren die Verkehrsflüsse für Busse und Radfahrer.“ Am Bahnhof wolle sie eine moderne ÖPNV-Drehscheibe bauen und eine engere Taktung der Regionalzüge erreichen.

Die Altstadt besser erreichen

Mit Blick auf die Maxstraße sagte sie: „Das geht gar nicht.“ Sie wolle die Situation der Kaufleute in der Altstadt insgesamt verbessern. „Die Altstadt muss besser erreicht werden, wir brauchen ein modernes Parkleitsystem und Stellplätze für Fahrräder.“ Darüber hinaus wolle sie für bezahlbaren Wohnraum sorgen. „Wir wollen schauen, wo eine Aufstockung bei bestehender Bebauung möglich ist.“

„Die Stadt muss kühler werden.“

Dr. Astrid Freudenstein, OB-Kandidatin

Als Oberbürgermeisterin wolle sie sich für eine stärkere Begrünung der Stadt einsetzen. „Die Stadt muss kühler werden“, erklärte sie und will dies durch neue Grünanlagen erreichen. „Wir werden unsere Stadt schöner und schattiger und noch lebenswerter machen“, betonte sie. Dies gelte auch für Senioren, für die kurze Wege zu Geschäften, Ärzten und Kultureinrichtungen wichtig seien. Ihr Thema sei auch die Barrierefreiheit, die sie schaffen wolle. „Wir wollen das Leben der Regensburger in der Gegenwart verbessern und nicht irgendwann“, betonte sie.

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