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BÜRGERBETEILIGUNG

TenneT-Team präsentiert mögliche Trassen

Bei der Planung des Ostbayernrings können die Schwandorfer mitreden. Eine Gruppe aus Experten und Bürgern leistet Vorarbeit.

 Am 11. Februar können sich die Bürger der Stadt Schwandorf nochmals über die endgültigen Trassensuchräume und den Untersuchungsrahmen informieren.
Am 11. Februar können sich die Bürger der Stadt Schwandorf nochmals über die endgültigen Trassensuchräume und den Untersuchungsrahmen informieren. Foto: dpa

Schwandorf.Beim ersten Workshop des Trassenuntersuchungsteams (TUT) für das Ersatzneubauprojekt Ostbayernring standen sensible Bereiche und Untersuchungskriterien sowie die verschiedenen Trassenvarianten im Fokus. Am 11. Februar können sich die Bürger der Stadt Schwandorf nochmals über die endgültigen Trassensuchräume und den Untersuchungsrahmen informieren, teilt der Netzbetreiber TenneT am Freitag mit.

Für das Ersatzneubauprojekt Ostbayernring bietet TenneT in der Stadt Schwandorf eine neue Form der Bürgerbeteiligung an. Im Bereich Ettmannsdorf sei ein Ersatzneubau parallel zur bestehen Leitung aufgrund der nahen Wohnbebauung nur im Osten der Bestandstrasse möglich. Wegen der dortigen Beeinträchtigung des Auwaldes an der Naab müssten daher alternative Trassenverläufe untersucht werden.

Das Trassenuntersuchungsteam (TUT) habe sämtliche Varianten begutachtet, die sich sowohl eng am Verlauf der Bestandsleitung orientieren, als auch von Norden kommend entlang der Deponie nach Süden zum Umspannwerk Schwandorf führen. Die Ergebnisse aus dem TUT werden am Mittwoch, 11. Februar, im Schwandorfer Piusheim öffentlich vorgestellt. So sei gewährleistet, dass auch Stadtteile, die nicht im Trassenuntersuchungsteam vertreten seien, beteiligt würden und ein ständiger Informationsaustausch mit allen Bürgern stattfinde, schreibt TenneT-Sprecher Markus Lieberknecht.

Im TUT arbeiten neben sieben im Losverfahren ausgewählten Bürgern auch Vertreter der Stadt Schwandorf sowie weiterer Organisationen und Behörden. Ziel des Untersuchungsteams sei es, mit Blick auf das Gemeinwohl die Anliegen aller Anrainer einzubinden und den Planungsprozess der TenneT zu begleiten. Wichtiges Element der Bürgerbeteiligung sei die regelmäßige Rückkopplung mit allen Interessierten Schwandorfern. Daher werde das TUT Mitte März ein zweites Mal tagen, um die Ergebnisse der umweltfachlichen Prüfung auf Nachvollziehbarkeit zu prüfen und für die Abschlussveranstaltung aufzubereiten. Der öffentliche Abschluss des Bürgerbeteiligungsformates solle sicherstellen, dass alle Hinweise und Meinungen der beteiligten Bürger bei der Trassensuche berücksichtigt werden. Die Abschlussveranstaltung findet am Samstag, 18. April, statt. Anschließend werden die im Beteiligungsverfahren erarbeiteten Trassenvarianten in das Raumordnungsverfahren eingereicht.

Zusätzlich haben alle Bürger der Stadt Schwandorf nach wie vor die Möglichkeit, weitere Hinweise und Vorstellungen zur Trassensuche in das Beteiligungsverfahren einzubringen. Hierzu können Sie sich an die Bürgerreferentin von TenneT Ina Haffke wenden, Telefon (09 21) 5 07 40 40 70 oder ostbayernring@tennet.eu.

Der Ostbayernring

  • Die alte Trasse:

    Der rund 185 Kilometer lange Ostbayernring führt vom Umspannwerk Redwitz im Landkreis Lichtenfels über die Umspannwerke Mechlenreuth und Etzenricht bei Weiden bis zum Umspannwerk Schwandorf und wird derzeit mit einem 220 Kilovolt (kV) System und einem 380-kV-System betrieben. Abschnittsweise werden auch zwei 110-kV-Systeme mitgeführt.

  • Die neue Trasse:

    Der neue Ostbayernring wird mit einem Ersatzneubau in Anlehnung an die bestehende Trasse auf zwei 380-kV-Systeme verstärkt. Nach Inbetriebnahme der neuen Leitung wird die bestehende Trasse anschließend abgebaut. Die Notwendigkeit dieser Netzverstärkung wurde bereits im Juli 2013 im Bundesbedarfsplangesetz fest geschrieben.

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