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Asyl

Flüchtlinge bleiben im Hungerstreik

Die Flüchtlinge, die gegen ihre Unterbringung im Bayerischen Wald protestieren, bleiben im Hungerstreik. Ein Gespräch mit Behörden endete ergebnislos.

Die Asylunterkunft in Böbrach: Seit mehreren Tagen protestieren Asylbewerber in München gegen ihre Unterbringung in dem Wohnheim im niederbayerischen Böbrach. Foto: dpa

München/Böbrach.Die vor dem Sozialministerium in München protestierenden Flüchtlinge bleiben im Hungerstreik. Ein Gespräch mit den Asylbewerbern auf Einladung des Sozialministeriums und der Regierung von Niederbayern habe offen geendet, teilte das Sozialministerium am Montagabend auf epd-Anfrage mit. Die Flüchtlinge hätten ihre Punkte ausführlich vorbringen können. „Zu den Inhalten werden wir uns nicht äußern, da Vertraulichkeit vereinbart wurde.“ Die inzwischen neun Flüchtlinge protestieren seit 31. Oktober gegen ihre Unterbringung in der ihrer Meinung nach zu abgelegenen Unterkunft in Böbrach im Lankreis Regen. Seit vergangenem Mittwoch befindenden sie sich im Hungerstreik.

Sozialministerin Emilia Müller (CSU) hatte vergangene Woche die Unterkunft verteidigt: „Ich bleibe dabei, dass eine Unterbringung an jedem Ort in Bayern zumutbar ist. Das schließt eine Unterbringung in dem Ort Böbrach ein.“ Dass Asylbewerber ausschließlich in Ballungsräumen leben, sei nicht möglich. Am Montag besuchten außerdem Regional- und Landespolitiker die umstrittene Unterkunft, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert die Schließung der Unterkunft. (epd)

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