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133 Tiere sterben bei Brand in Ipflheim

Am frühen Samstagmorgen ist ein Stall auf einem unbewohnten Anwesen in Brand geraten. Für die Tiere kam jede Hilfe zu spät.

Die Feuerwehr fand nur noch die Außenmauern vor. Foto: Feuerwehr Haselbach
Die Feuerwehr fand nur noch die Außenmauern vor. Foto: Feuerwehr Haselbach

Ipflheim.Bei einem Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Ipflheim nahe Amberg sind am frühen Samstagmorgen 133 Schweine ums Leben gekommen. Wieso der Stall, in dem die Tiere lebten, in Brand geraten ist, ist laut Polizei noch unklar. Ein technischer Defekt kann bislang nicht ausgeschlossen werden, wie die Polizei am Sonntag auf Nachfrage mitteilte.

Feuer brach in den frühen Morgenstunden aus

Der Brand ist nach ersten Erkenntnissen vermutlich zwischen 4.30 Uhr und 5.30 Uhr ausgebrochen. Der genaue Zeitpunkt ist noch unbekannt.

„Es war nichts mehr zu retten, weder von den Tieren noch vom Gebäude.“

Kreisbrandrat Fredi Weiß

Das landwirtschaftliche Anwesen ist unbewohnt. Der Besitzer lebt nach Auskunft der Polizei im Nachbarort. Eigentlich war im Stall ein Brandwarnmeldesystem installiert, durch das der Besitzer im Falle eines Brandes eine Alarmierung auf sein Handy bekommen sollte, wie die Polizei mitteilt. Aus bislang ungeklärter Ursache habe dieses Warnsystem aber nicht funktioniert. Der Brand wurde daher wohl erst Stunden nach dem Ausbruch zufällig von einem Passanten entdeckt und gemeldet.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte dichter Nebel. Foto: Feuerwehr Haselbach
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte dichter Nebel. Foto: Feuerwehr Haselbach

Nach Auskunft von Kreisbrandrat Fredi Weiß wurden die Feuerwehren am Samstag gegen 6.30 Uhr alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte am Unglücksort eintrafen, sei die Stallung bereits abgebrannt und das Dach eingestürzt gewesen. „Es war nichts mehr zu retten, weder von den Tieren noch vom Gebäude“, sagte Weiß. Zum Zeitpunkt des Brandes sei es sehr neblig gewesen, außerdem sei die ausgesiedelte Stallung rund 200 Meter von der nächsten Ortschaft entfernt. Die eingesetzten Feuerkräfte konnten nur noch Restlöscharbeiten vornehmen.

Schaden von bis zu einer Million Euro entstanden

Nach erster Einschätzung entstand bei dem Feuer ein Schaden in Höhe von 800 000 bis 1 000 000 Euro.

In einer früheren Version des Textes war zunächst von 1000 Tieren die Rede. Diese Angabe beruhte auf einer ersten Auskunft der Polizei, die inzwischen korrigiert wurde. (ka/cl)

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