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Einsatz

Millionenschaden: Feuer zerstört Halle

Im oberpfälzischen Hahnbach geriet ein Gebäude voller Altpapier in Brand. Löschtrupps verhinderten ein Ausbreiten des Feuers.
Von Gerd Spies

Noch am nächsten Tag mussten die Glutnester in den verkohlten Papier-Ballen gelöscht werden. Spies
Noch am nächsten Tag mussten die Glutnester in den verkohlten Papier-Ballen gelöscht werden. Spies

Amberg-Sulzbach.Günther Kemmel, der Inhaber des Entsorgungsunternehmens für Altpapier in Godlricht bei Hahnbach, stand auch noch am nächsten Tag sichtlich unter Schock. Beide Lagerhallen, in denen insgesamt mehr als 100 Tonnen Altpapier lagerten, geschreddert und zusammengepresst zu Hunderten von metergroßen Quadern, sowie diverse Maschinen und Geräte sind am Mittwochabend ein Raub der Flammen geworden. Nur noch die Grundmauern der Gebäude stehen.

Die Brandursache ist auch am Tag nach dem Brand noch ungeklärt, sowohl die Amberger Kriminalpolizei, als auch ein Gutachter aus München nahmen am Donnerstag noch vor Ort die Untersuchungen auf. „Hinweise auf eine etwaiges vorsätzliches Verschulden Dritter haben sich bislang nicht ergeben“, so das Polizeipräsidium Oberpfalz.

Ungeheuere Hitzeentwicklung

Vor der ausgebrannten Halle stapeln sich Altpapier und Kartonagen. Foto: Spies
Vor der ausgebrannten Halle stapeln sich Altpapier und Kartonagen. Foto: Spies

Am Mittwoch, 16. August, um 21.07 Uhr, so die Information durch den zuständigen Kreisbrandrat Alfred Weiß, ging bei der Notruf-Leitstelle der Anruf ein, dass Flammen aus den Lagerhallen des Entsorgungsunternehmens am Ortsrand von Godlricht schlagen. Schon wenige Minuten später waren insgesamt 120 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Umgebung sowie das THW und das BRK vor Ort. Als sie eintrafen, brannte die Halle schon lichterloh.

Sie kämpften zunächst gegen die ungeheure Hitzeentwicklung in beiden Lagerhallen, später gegen die Glutnester in den Papier-Quadern. Es musste auch Schaum eingesetzt werden, um das Eindringen des Löschwassers in die Ballen aus Papier und Kartonagen zu erhöhen, erläuterte der Kreisbrandrat die Situation.

Rund um den Großbrand

  • Einsatzkräfte

    120 Kräfte der Feuerwehren aus Hahnbach, Süß, Ursula-Poppenricht, Traßlberg, Poppenricht, Stadt Amberg und Ammersricht, dazu 25 Kräfte des THW und die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung Amberg-Sulzbach, waren vor Ort im Einsatz.

  • Der Einsatz

    Einsatzleiter war Kreisbrandinspektor Christof Strobl aus Vilseck. Die Feuerwehrleute kämpften nicht nur die Nacht über gegen das Feuer, sondern noch bis in die frühen Morgenstunden gegen immer wieder aufflammenden Glutnester im Altpapier. (age)

Immer wieder loderten neue Feuer auf

Großeinsatz in Hahnbach: Rund 120 Feuerwehrleute waren beim Brand einer Lagerhalle im Einsatz. Foto: news5
Großeinsatz in Hahnbach: Rund 120 Feuerwehrleute waren beim Brand einer Lagerhalle im Einsatz. Foto: news5

Nahezu die ganze Nacht waren die Kräfte im Einsatz. Mit Gabelstaplern schafften sie Hunderte dieser Ballen aus den brennenden Lagerhallen heraus, öffneten sie, um die Glutnester zu löschen. Diese gepressten Papier-Quader waren das größte Problem, um das immer wieder auflodernde Feuer in den Griff zu bekommen, so Weiß weiter. Kurz vor Mitternacht wurden dann die Löscharbeiten, für die immense Mengen Wasser herbeigebracht wurden, beendet; die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf den Kampf gegen immer wieder neue Glutnester.

Auf dem Vorplatz stapeln sich nun das nicht mehr nutzbare Altpapier bzw. die gepressten Kartonagen zu großen Haufen. Der finanzielle Schaden dürfte in die Millionenhöhe gehen. Personenschäden waren aber weder durch den Brand noch bei den Löscharbeiten zu verzeichnen.

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