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Kriminalität

Mit Enkeltrick Geld und Schmuck erbeutet

Betrüger täuschten in Weiden einer ältere Dame eine Verwandtschaft vor und erbeuteten einen fünfstelligen Geldbetrag.

Eine Seniorin aus Weiden wurde Opfer des Enkeltricks. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Eine Seniorin aus Weiden wurde Opfer des Enkeltricks. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

WEIDEN.Am Donnerstagvormittag riefen die Gauner bei der Rentnerin an und täuschten ein Verwandtschaftsverhältnis vor. Dem vermeintlichen Enkel gelang es durch eine geschickte Gesprächsführung das Vertrauen der Frau zu erlangen.

Trickbetrüger

Regensburgerin dreist abgezockt

Eine Betrügerin gab sich am Telefon als Ehefrau des verstorbenen Sohnes aus. Das 86-jährige Opfer übergab viel Bargeld.

Diese hob schließlich Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich von ihrem Konto ab. Bei einem weiteren manipulativen Anruf brachten die Täter ihr 84-jähriges Opfer dazu, auch noch Schmuck bereit zu stellen.

Frau warf Geld und Schmuck vom Balkon

Schließlich sollte die Frau Geld und Gold in ein Kuvert stecken und vom Balkon werfen. Ein bislang Unbekannter nahm den Umschlag auf und entfernte sich unerkannt.

Polizei

Anruferin scheitert mit dem Enkeltrick

Ein 79-jähriger Schwandorfer ist nicht auf die Frau eingegangen, die sich Geld von ihm leihen wollte.

Nachdem der angekündigte Besuch des Bittstellers am Abend ausblieb, erkannte die Geschädigte den Betrug und informierte die Polizei. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden hat die Ermittlungen zu dieser perfiden Tat aufgenommen.

Der „Enkeltrick“ ist immer wieder erfolgreich

Immer wieder werden gerade ältere Menschen Opfer dreister Betrüger die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und Geldforderungen stellen.
  • Rufen Sie bei ihrem Enkel/Neffe/Nichte an und vergewissern Sie sich, ob diese tatsächlich angerufen hat und Geld benötigt!
  • Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, z.B. nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf die Beantwortung.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten handeln.
  • Ändern Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch, indem Sie Ihren Vornamen abkürzen. Damit entziehen Sie den Tätern die Grundlage, auf Sie aufmerksam zu werden! Ein entsprechendes Formular finden Sie im Anhang zum Herunterladen und Ausdrucken.
  • Informieren Sie Verwandte, Bekannte und Kunden über die Betrugsform. Hilfreiche Hinweise sind im Anhang aufgeführt.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt – Notruf: 110.

Die Polizei bittet darum, ältere Menschen auf die perfide Masche hinzuweisen. In der Vergangenheit gelang es auch durch aufmerksame Bankmitarbeiter in einigen Fällen den Betrug zu vereiteln.

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