MyMz

Zugfahrgast: „Ich habe eine Bombe“

Im Städtedreieck löste ein Schwarzfahrer einen Großeinsatz aus. Die Polizei nennt Hintergründe zum kuriosen Fall.
Von Alex Huber

Wegen Schwarzfahrens und Beleidigungen gegenüber einer Schaffnerin wurde der Mann in Maxhütte des Zuges verwiesen
Wegen Schwarzfahrens und Beleidigungen gegenüber einer Schaffnerin wurde der Mann in Maxhütte des Zuges verwiesen Foto: Rieke

Maxhütte-Haidhof.Im Städtedreieck rückten Polizeibeamte am Freitagvormittag zu einem Großeinsatz aus. Wie Dmitri Schreiber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auf Anfrage der Mittelbayerischen erklärt, sei ein Zugfahrgast bei der Einfahrt in den Maxhütter Bahnhof mit einer Zugbegleiterin in Streit geraten. Der Mann, der arabische Gewänder und einen Vollbart trug, habe dabei geäußert, dass er eine Bombe bei sich hätte.

Einsatzkräfte

Der neue Mann im Polizei-Chefsessel

Heiko Sedelmaier leitet seit vier Wochen die Inspektion Burglengenfeld. Er setzt auf Präsenz, Gespräche und feines Gespür.

Auslöser für den Streit mit der Schaffnerin war, dass der 34-jährige Deutsche ohne Fahrschein unterwegs war. Zunächst habe der Mann Bereitschaft signalisiert, das Beförderungsentgelt zu bezahlen, dann aber eskalierte der Streit: Er beleidigte die Kontrolleurin und wurde in Maxhütte des Zuges verwiesen. Verärgert darüber habe er beim Aussteigen gerufen, dass er eine Bombe hätte. Das Geschehen blieb nicht unbemerkt, woraufhin Zeugen die Polizei alarmierten. Mit Streifen aus Amberg, Schwandorf, Regenstauf und Burglengenfeld fahndeten die Beamten nach dem Mann, der wenig später im Stadtgebiet Maxhütte angetroffen und widerstandslos festgenommen wurde. Die Beschreibung der Zeugen traf dabei zu: Der Mann trug eine weiße Gebetskutte und Vollbart. Außerdem führte er eine schwarze Sporttasche mit sich.

Waffen, gefährliche Gegenstände oder eine Bombe fanden die Beamten bei der Festnahme aber nicht. Der 34-Jährige wurde zunächst zur Polizeiinspektion Burglengenfeld gebracht und dort später an die zuständigen Beamten der Bundespolizei übergeben. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilt, zeigte sich der Mann einsichtig und entschuldigte sich für sein Fehlverhalten. Er erklärte, dass er über die Situation verärgert gewesen sei. Er wurde unter anderem wegen des Verdachts des Erschleichens von Leistungen angezeigt. Nach der Vernehmung wurde der Mann entlassen.

Weitere Nachrichten aus Schwandorf lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht