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Nach der dritten Bruchlandung: Flugverbot für SAS-Maschinen

Am Flughafen von Kopenhagen brach bei einer SAS-Maschine das rechte Fahrwerk.

Fassungslosigkeit in Skandinavien über wiederholte Bruchlandungen der Fluggesellschaft SAS mit demselben Flugzeugtypen: Schon zum dritten Mal in weniger als zwei Monaten ist am Samstag bei der Landung einer Turboprop-Maschine vom Typ Dash-8 Q400 auf dem Kopenhagener Flughafen Kastrup das rechte Fahrwerk gebrochen. Alle 40 Passagiere und die vier Besatzungsmitglieder des Fluges aus dem norwegischen Bergen blieben unverletzt.

Am Tag nach dem Unfall zog das größte skandinavische Flugunternehmen, das mit der deutschen Lufthansa in der Star Alliance kooperiert, alle eigenen 27 Dash-8-Maschinen permanent aus dem Verkehr. Konzernchef Mats Jansson sagte: „Unsere Kunden verlieren ihr Vertrauen und zweifeln immer mehr, ob man dieses Flugzeug noch nutzen kann.“ Die zuständigen Behörden hatten vorher zum zweiten Mal seit September ein vorläufiges Flugverbot für alle Dash-8-Flugzeuge von SAS verhängt.

Am 9. September gab es mit zwei Dash-8 zunächst im dänischen Aalborg und wenige Tage später in Litauens Hauptstadt Vilnius Unfälle mit gebrochenen Fahrwerken unter denselben dramatischen Umständen. Die Behörden reagierten mit einem zeitweiligen Flugverbot.

SAS-Sprecher Bertil Ternert sagte im Rundfunk: „Das ist unfassbar. Eine unmögliche Situation.“ In Kopenhagen konnte das rechte Fahrwerk vor der Landung nicht voll ausgefahren werden, während es in Aalborg und Vilnius nach dem Aufsetzen jeweils abgeknickt war. Nach diesen beiden Notlandungen hat SAS Schadenersatzforderungen an den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier über 500 Millionen schwedische Kronen (55 Millionen Euro) wegen Korrosion an der Fahrwerks-Hydraulik fast aller Dash-Maschinen angekündigt.

Dänemarks Verkehrsminister Jakob Axel Nielsen erklärte, er sei über die Unfallserie „total schockiert“. Am Sonntag musste SAS durch den Ausfall seiner Dash-8-Flotte 57 Flüge für mehrere tausend Passagiere absagen. Durch die Stilllegung aller Maschinen des Typs fallen nach SAS-Angaben fünf Prozent der eigenen Flugkapazität weg.

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