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Nachwuchs für das Unterstützungskommando

DACHAU. Im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung bei der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung Dachau konnten Ende August 15 neu ausgebildete Beamte zu den Unterstützungskommandos (USK) Nürnberg und Dachau versetzt werden.

Die USK-Einheiten sind spezielle Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die regelmäßig bei Großveranstaltungen wie Demonstrationen oder Fußballspielen zum Einsatz kommen. Sie sind besonders dafür vorgesehen, Gewalttaten im Ansatz zu unterbinden und die Täter beweiskräftig festzunehmen. Doch bevor die jungen Polizeibeamten ihren Dienst beim USK antreten konnten, mussten sie sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen und eine halbjährliche Sonderausbildung erfolgreich abschließen.

Das Auswahlverfahren besteht zunächst aus einem breit gefächerten Sporttest, bei dem die Bewerber ihre hohe physische Leistungsfähigkeit beispielsweise bei einem 3000m Lauf, beim Bankdrücken, Pendellauf oder Bauchaufzügen unter Beweis stellen müssen. In einem anschließenden Auswahlgespräch werden sie insbesondere hinsichtlich ihrer individuellen Kommunikationsfähigkeit, Stressstabilität, Team- und Kritikfähigkeit überprüft. In solchen Einheiten sind nämlich keine Einzelkämpfer gefragt, sondern Teamplayer mit einem außerordentlich hohen Maß an sozialer Kompetenz. Absolvierten die Bewerber das Auswahlverfahren erfolgreich, kann die Ausbildung zum USK-Beamten beginnen:

Diese startet mit einem 5-wöchigen Lehrgang, bei dem die Nachwuchsbeamten Führungsfähigkeiten und -fertigkeiten erlernen. Sie haben außerdem die Gelegenheit, ihre Kompetenz zur kommunikativen Konfliktlösung weiter auszubauen. Ein besonderes Augenmerk legen die Ausbilder auch auf Eigeninitiative, Teamwork und geistige Flexibilität. Außerdem bereitet ein breit gefächertes Grundlagentraining die Beamten auf die hohen körperlichen Herausforderungen des nächsten Ausbildungs-abschnitts – den sogenannten USK-Nachwuchszug – vor. Dies wird unter anderem durch Lauf- und Koordinationstraining sowie den Aufbau der Rumpfmuskulatur erreicht.

Im anschließenden fünfmonatigen Ausbildungsabschnitt, verschieben sich die Fortbildungsschwerpunkte in Richtung Einsatztaktik und Einsatztechnik.

In unzähligen nachgestellten, typischen Einsatzsituationen wie beispielsweise Demonstrationen, Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppen, Buskontrollen oder Razzien erlernen die Beamten nicht nur erfolgreiche Interventionsmöglichkeiten. Sie sollen auch dazu befähigt werden, in unübersichtlichen Einsatzlagen und unter hohem physischen und psychischem Druck, ihre Aufgaben zu bewältigen. Dies wird dadurch erreicht, dass die konkreten Einsatzsituationen, wie z. B. die Festnahme eines Straftäters aus einer Menschenmenge heraus, nachgestellt und geübt werden. So lernen die Beamten auch, ihr taktisches Vorgehen zielführend und verhältnismäßig auszurichten.

Diejenigen, die auch diesen Ausbildungsabschnitt erfolgreich abschließen konnten, treten im Anschluss ihren Dienst bei den USK der Bayerischen Bereitschaftspolizei an.

Erstmals nahmen auch zwei Beamte der ungarischen Bereitschaftspolizei an der USK-Nachwuchsausbildung teil. Beide sind seit Jahren bei einer in etwa gleichartigen Polizeihundertschaft in Budapest tätig. Im Rahmen eines vom Bundesinnenministerium geförderten Projektes, sollten die beiden ungarischen Oberleutnante die gesamte Ausbildung zum USK-Beamten absolvieren und dieses Wissen in Ungarn ihren Kollegen vermitteln. Die erfolgreiche und anerkannte bayerische USK-Ausbildung findet sich so auch, zumindest in Teilen, in anderen Ländern wieder. Ein klares Indiz für die hervorragende Ausbildung in Bayern.

www.polizei.bayern.de

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