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Zweifacher Führungswechsel bei der Ingolstädter Polizei

INGOLSTADT.
Im Barocksaal des Stadtmuseums führte Polizeipräsident Johann Rast in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste heute Vormittag gleich zwei neue Dienststellenleiter in ihre Ämter ein.

Kriminaloberrat Alfred Grob ist seit Anfang des Monats neuer Leiter der Kriminalpolizeiinspektion und Erster Polizeihauptkommissar Alois Batz übernahm die Leitung der Verkehrspolizeiinspektion an der Gutenbergstraße.

Kriminaloberrat Alfred Grob ist Nachfolger von Kriminaloberrat Hubert Schmidbauer, der die Geschicke der Ingolstädter Kripodienststelle sechs Jahre lang bestimmte und Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand ging. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er heute nicht am Festakt teilnehmen.

Mit Alfred Grob kehrt eine erfahrene Führungskraft zurück in seine Heimat. Der 44-jährige verheiratete Ingolstädter begann seine Polizeilaufbahn 1985 bei der 6. Hundertschaft der Bereitschaftspolizei in Eichstätt. Nach Abschluss der Laufbahnprüfung war er mehrere Jahre bei der Kripo Fürstenfeldbruck als Sachbearbeiter von Tötungs- und Sexualdelikten tätig. Nach einer zweijährigen Abordnung zum Bayerischen Staatsministerium des Innern und einer Führungsbewährung als Leiter der Polizeiinspektion Eichstätt, schloss er sein Studium an der Führungsakademie in Münster erfolgreich ab und übernahm im Jahr 2002 die Leitung der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck. Zwei Jahre später wurde ihm die Leitung der für gesamt Oberbayern zuständigen OK-Dienststelle übertragen. Als Leiter zahlreicher Ermittlungsgruppen zur Bekämpfung organisierter Kriminalität bewies Grob sein fachliches Können. Die erfolgreiche Arbeit der EG BOB*, EG Tobol*, der EG Jemen* oder der EG* Golfplatz sind nur einige Beispiele dafür.
In den fünf Kommissariaten der KPI arbeiten knapp 90 Beamte und Angestellte.

Mit Wirkung zum 01. Februar übernahm der bisherige Leiter der Polizei-inspektion Geisenfeld, Erster Polizeihauptkommissar Alois Batz, die Führung der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt.
Der 55-jährige Pförringer hat nicht nur privat seine Wurzeln im Bereich Ingolstadt sondern ist auch dienstlich schon seit 1976 in der Region 10 tätig. In dieser Zeit übernahm er Aufgaben sowohl im uniformierten Dienst als auch in der Kriminalpolizei.
Für den neuen Chef ist die Leitung einer Polizeiinspektion nichts Neues – er war zuletzt acht Jahre lang für die Geschicke der Polizeiinspektion Geisenfeld verantwortlich.
Polizeipräsident Rast bezeichnete den erfahrenen Polizeiführer als „alten Hasen“, in der Region 10.
Als Leiter der VPI übernimmt Alois Batz die Verantwortung für die polizeiliche Betreuung einer der meistbefahrendsten Autobahnabschnitte Europas. Rund 90 Beschäftigte, der Großteil im Schichtdienst, leisten bei der VPI Dienst.

Polizeipräsident Johann Rast gratulierte beiden neuen Dienststellenleitern zum Erreichen der Ämter und wünschte Ihnen für die Amtsführung das notwendige Glück, das jeder Tüchtige braucht.

*Erläuterungen zu den genannten Ermittlungsgruppen:

Im Rahmen der EG BOB wurde eine 20-köpfige bosnisch-serbische Lkw-Verschieber-Gruppe überführt, die in ganz Deutschland mehr als 60 hochwertige Baumaschinen und Lkw entwendet hatte. Der Beuteschaden betrug mehr als 4 Mio. Euro.

Die EG Tobol zerschlug die Heroin-Verteiler-Struktur im Raum Ingolstadt bis nach Regensburg, Augsburg und Landshut. Von 2006 bis 2009 konnte die EG zusammen mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt eine Organisation von mehr als 50 rußlandstämmigen Heroinverteilern gesprengt werden, die Woche für Woche 1 bis 2 Kilogramm Heroin umsetzten. Mittlerweile wurden die Hauptverdächtigen zu mehr als 120 Jahren Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt.

Die EG Jemen führte ein Ermittlungsverfahren gegen vier deutsche Islamkonvertiten. Es bestand der Verdacht, der Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Volksverhetzung und des Anwerbens für einen fremden Wehrdienst. Im September durchsuchten zeitgleich rund 120 Kriminalbeamte in fünf Bundesländern insgesamt 19 Objekte, um die Beweislage zu verdichten.
Die Beschuldigten gelten als Anhänger des Salafismus, führten im deutschsprachigen Raum Missionierungen durch und versuchten Personen für Studienaufenthalte an einer radikalen Sprach- und Koranschule im Jemen zu gewinnen.

Der "EG Golfplatz" gelang die Zerschlagung einer Bande, die sich darauf spezialisiert hatte, hochwertige Autos an Golfplatzparkplätzen zu entwenden, um sie umgehend in Tschechien gewinnbringend zu veräußern. Im Rahmen einer gemeinsamen Festnahme- und Durchsuchungsaktion im Raum Prag gelang nun der Vollzug von drei Haftbefehlen, die von der Staatsanwaltschaft Landshut erwirkt wurden. In Bayern und Thüringen wurden 7 Fälle, in Tschechien bislang 11 Fälle geklärt. Allein in Bayern beträgt der Sachschaden der verschwundenen hochwertigen Fahrzeuge rund 450.000 Euro.

www.polizei.bayern.de

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