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Motorradfahrerin stirbt auf der B 22

Für die Frau aus dem Landkreis Schwandorf kam jede Hilfe zu spät. Die Polizei hat den Unfallhergang inzwischen rekonstruiert.
Von Petra Schoplocher

Keine Rettung mehr gab es für eine Motorradfahrerin, die am Samstag auf der Bundesstraße 22 kurz vor der Abzweigung nach Schönthal in einen Unfall verwickelt wurde. Sie starb noch an der Unfallstelle, ihr Motorrad liegt links hinter dem weißen Auto im Graben.
Keine Rettung mehr gab es für eine Motorradfahrerin, die am Samstag auf der Bundesstraße 22 kurz vor der Abzweigung nach Schönthal in einen Unfall verwickelt wurde. Sie starb noch an der Unfallstelle, ihr Motorrad liegt links hinter dem weißen Auto im Graben. Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Da mussten selbst erfahrene Einsatzkräfte am Samstagnachmittag schlucken. Als sie kurz nach 15 Uhr am Unglücksort auf der Bundesstraße 22 eintrafen, bat sich ein Bild der Verwüstung. Am schlimmsten: Eine 18-jährige Motorradfahrerin kämpfte um ihr Leben, letztlich vergeblich. Alle Reanimationsversuche halfen nicht mehr. Sieben weitere Personen wurden verletzt.

Da neben der jungen Frau aus dem Landkreis Schwandorf noch drei weitere Pkw – einer davon mit beladenem Anhänger –beteiligt waren, gestaltete sich die Rekonstruktion des Unfallhergangs schwierig. Erst nach aufwendigen Ermittlungen konnte die Polizei das Geschehen darstellen.

Drei PKW waren beteiligt

Ein Ehepaar aus Oberfranken war ihren Erkenntnissen nach mit ihrem Opel auf der Heimreise, als es kurz nach der Ausfahrt Schönthal aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort kollidierte der Pkw mit einem aus Richtung Rötz kommenden Ford Mondeo mit Anhänger, die Motorradfahrerin, die hinter dem Gespann fuhr, geriet in dieses Szenario. Sie stürzte, der Opel touchierte auch noch einen der 18-Jährigen nachfolgenden VW Golf, ehe der Wagen im linken Graben zum Stehen kam.

Erheblich beschädigt wurde die Seite dieses Opels, der entgegen der Fahrtrichtung zum Liegen kam.
Erheblich beschädigt wurde die Seite dieses Opels, der entgegen der Fahrtrichtung zum Liegen kam. Foto: Schoplocher

Obwohl der jungen Frau schnellstmöglichst Hilfe zukam – zufällig waren Helfer vom BRK und der Bergwacht sofort an der Unfallstelle – konnte sie nicht gerettet werden.

Durch die Staatsanwaltschaft Regensburg wurden strafprozessuale Maßnahmen angeordnet, zudem wurde ein Gutachter mit der Klärung des Unfallgeschehens beauftragt. Zu diesem Zweck wurden die beteiligten Fahrzeuge sichergestellt. Die Bundesstraße blieb über Stunden gesperrt.

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Nur noch ein Haufen Schrott: Das Motorrad der Frau aus dem Landkreis Schwandorf.
Nur noch ein Haufen Schrott: Das Motorrad der Frau aus dem Landkreis Schwandorf. Foto: Schoplocher

Unter den Unfallbeteiligten war ein Vater, der mit seinen beiden Kindern auf dem Weg ins Urlaubsdomizil nach Waldmünchen war. Alle drei kamen, wie zwei weitere leicht Verletzte auch, ins Krankenhaus. Zwei Beteiligte wollten auf eigene Verantwortung ihren Weg fortsetzen, wie die Einsatzleiterin des BRK-Rettungsdienstes, Sonja Muhr, mitteilte.

Neben ihr waren ein Notarzt, drei Rettungswägen und ein Krankenwagen im Einsatz. Angeflogen war auch Rettungshubschrauber Christoph 18 aus Weiden.

Feuerwehr musste sich um Schaulustige kümmern

Nachdem die Frau verstorben war, wurde der Rötzer Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko herbeigerufen, der mit den Einsatzkräften für die Verstorbene betete. Die Kriseninterventionsteams aus Cham und Schwandorf betreuten die Angehörigen und Verletzten.

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Christoph 18 war beim Motorradunfall auf der B 22 mit im Einsatz.
Christoph 18 war beim Motorradunfall auf der B 22 mit im Einsatz. Foto: Schoplocher

Von Seiten der Feuerwehr, der unter der Führung von Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck und den beiden Kreisbrandmeister Christian Bauer und Michael Sturm standen, waren Rötz, Schönthal und Döfering alarmiert worden. Sie regelten den Verkehr und kümmerten sich um die aufwenigen Reinigungsarbeiten. Auch die Straßenmeisterei war schnell am Ort des Geschehens. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 60 000 Euro.

Besonders ärgerlich für die Einsatzkräfte: Auf den parallel und oberhalb der Bundesstraße verlaufenden Wegen fanden sich rasch Schaulustige ein, um die sich die Feuerwehr dann auch noch kümmern musste.

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