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Feuer

Scheune brannte komplett aus

Etwa 150 Einsatzkräfte waren in Dienstagnacht in Breitenried gefordert. Das Wohnhaus konnte vor den Flammen gerettet werden.
Von Petra Schoplocher und Benjamin Schlegl

In der Nacht auf Dienstag brannte eine Scheune in Breitenried völlig aus. Hunderte Feuerwehrleute kämpften, um das benachbarte Wohnhaus zu halten. Foto: Schoplocher
In der Nacht auf Dienstag brannte eine Scheune in Breitenried völlig aus. Hunderte Feuerwehrleute kämpften, um das benachbarte Wohnhaus zu halten. Foto: Schoplocher

Tiefenbach. Es war ein kniffliger Einsatz, bei dem in der Nacht auf Dienstag rund 150 Einsatzkräfte gefordert waren. Inmitten des Tiefenbacher Ortsteils Breitenried brannte eine etwa zehn mal 20 Meter große Scheune komplett nieder, die Flammen bedrohten das Wohnhaus. Dessen Besitzer konnte sich aus eigener Kraft retten und musste nur kurz vom Rettungsdienst versorgt werden. Der Schaden beläuft sich ersten Schätzungen nach auf etwa 150 000 Euro.

Der Feuerschein war von weitem sichtbar: Kurz nach 3 Uhr heulten in Tiefenbach und der weiteren Umgebung die Sirenen. Zur Einsatzstelle beordert wurden 14 Feuerwehren, Kreisbrandrat Michael Stahl, Kreisbrandinspektor Norbert Auerbeck sowie die Kreisbrandmeister Manfred Schneider, Hans Hochmuth und Christian Bauer. Wegen der Dimension wurden die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung sowie der Gerätewagen Atemschutz aus Furth im Wald für den Nachschub von Atemschutzflaschen hinzugezogen. Außerdem wurde das Technischen Hilfswerks alarmiert.

Brand in Tiefenbach fordert Feuerwehren

Drehleitern aus Schönsee und Waldmünchen

Gegen die Flammen kämpften die Feuerwehren aus Altenschneeberg, Biberbach, Breitenried, Hannesried, Irlach, Rötz, Schönau, Schönsee, Spielberg, Tiefenbach, Treffelstein und Waldmünchen. Foto: Schoplocher
Gegen die Flammen kämpften die Feuerwehren aus Altenschneeberg, Biberbach, Breitenried, Hannesried, Irlach, Rötz, Schönau, Schönsee, Spielberg, Tiefenbach, Treffelstein und Waldmünchen. Foto: Schoplocher

Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand die Scheune bereits in Vollbrand. Der Stadel war eingestürzt und konnte nicht mehr gerettet werden. Über eine Dachverbindung hatte das Feuer auf den Dachstuhl des Hauses übergegriffen. Dessen Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen, der Brandleider durfte nach Versorgung durch den Rettungsdienst am Ort des Geschehens bleiben. Der Rettungsdienst unter Leitung von Tobias Muhr war mit drei Rettungswagen, einem Notarzt und einer Unterstützungsgruppe Rettungsdienst am Einsatzort. Nach der Versorgung des Bewohners blieben die Helfer zur Sicherheit der Einsatzkräfte vor Ort.

Die Einsatzführung ließ zwei Schlauchleitungen aufbauen. Ein knapp ein Kilometer entfernter Bach wurde angezapft, außerdem eine vom Einsatzort rund 300 Meter entfernte Zisterne. Desweiteren wurde an zwei Hydranten Wasser entnommen.

Die Einsatzkräfte

  • Alarmierung:

    Alarmiert wurden die Feuerwehren Altenschneeberg, Biberbach, Breitenried, Hannesried, Irlach, Rötz, Schönau, Schönsee, Spielberg, Steinlohe, Tiefenbach, Treffelstein und Waldmünchen.

  • Nachschub:

    Der Gerätewagen Atemschutz aus Furth im Wald sorgte für Nachschub an Atemschutzflaschen.

  • Schaden:

    Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 150 000 Euro.

Der primäre Einsatz richtete sich auf das angrenzende Wohnhaus, an dem eine weitere Brandausbreitung verhindert werden sollte, nachdem der Dachstuhl Feuer gefangen hatte. Hierzu kamen die Drehleitern aus Schönsee und Waldmünchen an beiden Seiten des Wohnhauses zum Einsatz; außerdem wurden von unten mehrere Löschangriffe aufgebaut.

Ergebnis: Technischer Defekt

Die Scheune brannte komplett aus. Foto: Schoplocher
Die Scheune brannte komplett aus. Foto: Schoplocher

Gleichzeitig schickte die Einsatzleitung zwölf Atemschutztrupps in das Gebäude, um den Dachstuhlbrand von innen zu bekämpfen. Als besonders herausfordernd erwies sich das Blechdach, was die Löscharbeiten erschwerte. Von außen wie von innen musste es aufgeschnitten werden, was jede Menge Zeit in Anspruch nahm.

Verkehr

Lastwagen stürzte 15 Meter in die Tiefe

Bei Janahof kam ein Laster samt Tieflader und Bagger von der Straße ab. Die aufwendige Bergung dauerte bis spät in die Nacht.

Zur Morgendämmerung war ein Großteil der Löscharbeiten vollbracht, die Einsatzleitung konnte „Feuer aus“ melden. Eine Brandwache wurde eingerichtet. Am Vormittag nahm die (Kriminal)Polizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Ergebnis: Technischer Defekt.

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