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Feuerwehr

Flammen schlugen aus dem Dachstuhl

Mittwochnacht brannte ein Wohn- und Praxisgebäude in Mainburg. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Sachschaden ist enorm
Von Wolfgang Abeltshauser und Benjamin Neumaier

In Mainburg kam es am späten Mittwochabend zu einem Brand in einem Wohngebäude. Foto: Schmelzer/News5
In Mainburg kam es am späten Mittwochabend zu einem Brand in einem Wohngebäude. Foto: Schmelzer/News5

Mainburg.Am späten Mittwochabend kam es zu einem Brand in einem Wohn- und Praxisgebäude in Mainburg. Dabei entstand hoher Sachschaden. Er beläuft sich nach ersten Schätzungen mindestens auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Eine Feuerwehrfrau wurde verletzt, Bewohner kamen nicht zu Schaden.

Die Kripo Landshut ermittelt zur Brandursache. Erste Feststellungen deuten auf einen technischen Defekt in der Hauselektrik hin. Der Brand in dem Gebäude, in dem sich im Erdgeschoss eine Zahnarztpraxis befindet, dürfte im Obergeschoss entstanden sein, teilte die Polizei mit. Nach ersten Einschätzungen der Feuerwehr brach das Feuer im Abstand zwischen der Dachhaut und der Dachabdeckung aus.

Ein Video zum Brand in Mainburg:

Flammen schlugen aus dem Dachstuhl

„Es entwickelte sich aus einem anfangs kleinem doch ein recht großes Feuer, da wir nicht an den Dachstuhl gekommen sind“, beschrieb Kreisbrandinspektor Andreas Schöll die Situation am Einsatzort. Im Verlauf breitete sich das Feuer aus und erfasste auch den Dachstuhl. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt.

Mainburgs Feuerwehrkommandant Gerhard Müller sprach am Donnerstagvormittag im Gespräch mit der Mittelbayerischen von einem „sehr schwierigen Einsatz“. Das Feuer sei innen erst einmal gar nicht zu erkennen gewesen. Das Gebäude sei alt und schon sehr oft renoviert worden. Der Dachbereich war vom der Wohnung im Obergeschoss mit Gipsplatten getrennt. Die mussten von Atemschutzträgern erst mit schwerem Gerät wie Kettensägen entfernt werden, um an den Brandherd zu gelangen. Gleichzeitig deckten ihre Kameraden das Dach ab. Für diesen Einsatz kam die Feuerwehr Wolnzach, um eine zweite Drehleiter zur Verfügung zu haben.

Starker Rauch erschwerte die Arbeiten zusätzlich. Foto: Müller/Feuerwehr Mainburg
Starker Rauch erschwerte die Arbeiten zusätzlich. Foto: Müller/Feuerwehr Mainburg

So dauerte es relativ lange, bis man den Brand unter Kontrolle bekommen konnte. Die Rettungskräfte waren mit den Löscharbeiten bis Donnerstag um 6 Uhr beschäftigt. Sie bekämpften immer wieder Glutnester. Hierzu musste das Dach komplett geöffnet werden. Als die Mittelbayerische Müller Donnerstagvormittag telefonisch erreichte, kam er gerade von einer erneuten Nachschau vom Brandort zurück.

Eine Feuerwehrfrau verletzte sich bei den Löscharbeiten leicht und wurde in ein Landshuter Krankenhaus gebracht. Sie gehörte laut Müller zu den Atemschutzträgern im Gebäude. Sie habe Rauch abbekommen. Unter Umständen war die Schutzmaske verrutscht. Die Ärzte gaben aber rasch Entwarnung. „Es ist nicht so schlimm, sie ist wieder zu Hause.“

Der Einsatz

  • Retter:

    Im Einsatz waren die Feuerwehr Mainburg, die Feuerwehr Sandelzhausen, die Feuerwehr Enzelhausen, die Feuerwehr Tegernbach, die Feuerwehr Elsendorf, die Feuerwehr Wolnzach, das BRK Kelheim und die BRK Bereitschaft Mainburg.

  • Zahl:

    Allein 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Die Praxis wurde durch die Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen. Das Wasser sei im alten Haus durch Decken und Leitungen gedrungen. So gut es ging, habe man das Nass abgepumpt. Letztendlich sei das Feuer auch nach unten durchgedrungen, so dass die Wohnung ebenso sehr beschädigt sei. Laut Müller waren am Donnerstagvormittag Handwerker vor Ort. Es begannen erste Reparaturen, um das Wohnen dort weiter möglich zu machen.

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