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So sicher ist es im Landkreis Kelheim

Polizei zum Sicherheitsgespräch im Landratsamt: Straftaten stiegen 2014 leicht. Probleme bereiten Einbrüche und Wildunfälle.

(V.li.) Johann Stanglmair von der Polizei Mainburg, Landrat Dr. Hubert Faltermeier; Niederbayerns Polizeivizepräsident Anton Scherl, Erich Banczyk von der Polizei Kelheim und Dennis Krause vom Landratsamt
(V.li.) Johann Stanglmair von der Polizei Mainburg, Landrat Dr. Hubert Faltermeier; Niederbayerns Polizeivizepräsident Anton Scherl, Erich Banczyk von der Polizei Kelheim und Dennis Krause vom Landratsamt Foto: Polizei

Kelheim.Im Landratsamt Kelheim trafen sich am 13. April Polizeivizepräsident Anton Scherl und der Landrat des Landkreises Kelheim, Dr. Hubert Faltermeier, zu einem Sicherheitsgespräch. Zusammen mit Vertretern der Landkreisbehörde sowie den Dienststellenleitern der Polizeiinspektionen Kelheim und Mainburg wurden verschiedenste Themenbereiche rund um die Sicherheit im Landkreis Kelheim besprochen, teilt das Polizeipräsidium mit.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Straftaten um 195 Fälle, das entspricht einem Plus von 5,2 Prozent. Bayern- und niederbayernweit seien die Zahlen ebenfalls leicht gestiegen. Dennoch liegen die 3938 im Landkreis Kelheim registrierten Straftaten um 5,9 Prozent unter dem Zehn-Jahres-Schnitt. Ein ähnliches Bild ergebe sich beim Blick auf die Häufigkeitszahl, also die registrierten Straftaten pro Einwohner. Die so feststellbare Kriminalitätsbelastung lag 2014 bei 3417 Delikten pro 100 000 Einwohner und damit um 7,4 Prozent unter dem langjährigen Schnitt.

Im Bereich der Gewaltkriminalität ist eine Steigerung von 19 Fällen festzustellen. Nach den Rückgängen in den Vorjahren bedeutet dieser Anstieg laut Polizeipräsidium keine ungewöhnliche Erhöhung. Die Zahl der Delikte bei der Straßenkriminalität stieg auf 723. Dies bedeute im Zehn-Jahresvergleich dennoch einen niedrigen, um 8,2 Prozent unter dem Durchschnitt liegenden Wert.

Bei der Diebstahlskriminalität ergebe sich ein zweigeteiltes Bild. Trotz einer leichten Steigerung zum Vorjahr um 87 Delikte auf 1176 sind die Zahlen seit Jahren rückläufig und liegen derzeit um 7,3 Prozent unter dem Zehn-Jahresschnitt. Die Zahlen beinhalten auch die Wohnungseinbruchsdiebstähle. Diese sind im Jahr 2014 um zwölf auf 59 Fälle gestiegen.

Vor allem Einfamilienhäuser wurden hier zum Tatobjekt. Wohnungseinbruchsdiebstähle sind laut Anton Scherl ein Aufgabenschwerpunkt für die Polizei. Die Ermittlungen seien oft langwierig und personalintensiv.

Scherl verband die Vorstellung der Zahlen mit dem Hinweis, dass Hauseigentümer ihren Beitrag dazu leisten können, es den Tätern so schwer wie möglich zu machen. Insbesondere technische Vorkehrungen zum Einbruchschutz zahlten sich hier aus, denn ein nicht unerheblicher Teil der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken. Im Landkreis Kelheim waren dies im vergangenen Jahr 30,5 Prozent.

Ein weiteres Thema beim Sicherheitsgespräch war das Verkehrsunfallgeschehen. Die Zahl der Verkehrsunfalltoten konnte deutlich gesenkt werden. So mussten 2014 sieben Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang registriert werden. 2013 waren zwölf Tote zu beklagen.

Rückläufig seien auch die geschwindigkeits- und alkoholbedingten Verkehrsunfälle. An dieses erfreuliche Ergebnis soll Jahr 2015 mit entsprechenden Kontrollen angeknüpft werden. Weiter gestiegen sind die Wildunfälle im Landkreis. Im Zehn-Jahresvergleich bedeutet dies eine Steigerung um 40,9 Prozent.

Insgesamt wurden im Landkreis Kelheim 3371 Verkehrsunfälle registriert. Dies bedeutet eine leichte Steigerung um 1,5 Prozent.

Landrat Dr. Hubert Faltermeier betonte bei dieser Zusammenkunft die Wichtigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit und regelmäßiger Sicherheitsgespräche. Er lobte gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der Polizeibeamtinnen und -beamten im Landkreis Kelheim für die Sicherheit der Bevölkerung.

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