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Berittene Polizeistreife rettet Kind

Im Nürnberger Marienbergpark entdeckte eine Polizistin, wie ein zweijähriges Mädchen im Wasser des Biotop untergeht.

Eine Polizistin entdeckte von ihrem Pferd aus, wie das Kind unterging. Themenfoto: Sebastian Willnow
Eine Polizistin entdeckte von ihrem Pferd aus, wie das Kind unterging. Themenfoto: Sebastian Willnow

Nürnberg.Am Mittwochnachmittag war ein Team der Reitergruppe Mittelfranken im Marienbergpark auf Streife. Dort bemerkten die Beamten ein zweijähriges Mädchen, das gerade in einem Biotop unterging. Durch einen beherzten Sprung ins Wasser rettete eine Polizistin das Kind vor dem Ertrinken.

Die Polizeireiter wollten im Volkspark für Sicherheit sorgen, da sich aufgrund des schönen Wetters zahlreiche Passanten in der Parkanlage aufhielten. Gegen 16.30 Uhr hatten die Beamten mit ihren Dienstpferden Lukas und Leonardo das Biotop erreicht, wo mehrere Mütter mit ihren Kindern auf Decken lagen und die Kinder überwiegend am sandigen Ufer des Biotops spielten. Ein kleines Mädchen stand zu diesem Zeitpunkt bereits bis zur Hüfte im Biotop.

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Mädchen rief um Hilfe

Als die Mutter der Zweijährigen für einen kurzen Moment unaufmerksam war, ging das Mädchen weiter in das Wasser hinein. Die Polizistin der Streife bemerkte, dass das Kind plötzlich völlig untertauchte. Für einen kurzen Moment gelang es dem Mädchen, noch einmal aufzutauchen und leise um Hilfe zu rufen. Danach tauchte das Kind wieder unter.

Von den anwesenden Erwachsenen hatte keiner die Brisanz der Situation bemerkt. Daher sprang die Polizeibeamtin sofort von ihrem Pferd und stürzte sich in das trübe Wasser. Dort bekam sie das Kind zu fassen und zog es zurück an die Wasseroberfläche. Das Biotop hatte an dieser Stelle eine Tiefe von etwa 1,50 Meter und einen sumpfigen Untergrund, so dass die Beamtin bei der Rettungsaktion bis zur Schulter im Wasser stand.

Kind trug keine Verletzung davon

Aufgrund der schnellen Rettung war das Mädchen nur für rund fünf Sekunden unter Wasser und konnte mit einem gehörigen Schrecken, aber unverletzt ans Ufer gebracht werden. Dort wurde es von seiner dankbaren Mutter in Empfang genommen. Die fachkundige Frau kümmerte sich um die weitere Versorgung ihrer Tochter.

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Der Streifenpartner der Polizeireiterin hatte während des Vorfalls die beiden Pferde auf Abstand gehalten. Wegen der völlig durchnässten Uniform der Retterin musste das Team der Reitergruppe die allgemeine Sicherheitsstreife vorzeitig abbrechen.

Sehr zufrieden und voll des Lobes bewertete Herrmann Guth vom Polizeipräsidium Mittelfranken den Einsatz seiner Polizeireiterin: „Ein Moment der Unaufmerksamkeit hätte schlimme Folgen haben können. Gerade für kleine Kinder können auch relativ geringe Wassertiefen schon zur Falle werden.“ Geholfen habe dabei sicher auch, dass die Beamtin durch ihre erhöhte Sitzposition von ihrem Pferd aus einen guten Überblick hatte. „Für Parkanlagen und nichturbane Räume sind unsere Polizeireiter ein wichtiges Einsatzmittel.“

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