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Polizeimeldungen
Mittwoch, 20. Juni 2018 30° 2

Blitzmarathon

440 Knöllchen für Oberpfälzer Raser

Die Polizei Oberpfalz zieht nach 24 Stunden Blitzmarathon Bilanz. Der Schnellste war im Landkreis Schwandorf unterwegs.

Oberpfalz.In der Zeit von Mittwochmorgen, 18. April 2018 um sechs Uhr bis Donnerstagmorgen, sechs Uhr, stand die Verkehrssicherheitsarbeit im besonderen Fokus der Oberpfälzer Polizei. Mit über 190 Einsatzkräften aus der Oberpfalz, die Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen der Bayerischen Bereitschaftspolizei erhielten, galt es, Verkehrsteilnehmer für das Thema Geschwindigkeit zu sensibilisieren und Verstöße zu ahnden. Das berichtet die Polizei Oberpfalz.

Geschwindigkeitsüberwachung sei ein wichtiges Thema im Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“. Im Vordergrund standen in den 24 Stunden des Blitzmarathons die Gespräche mit den Verkehrsteilnehmern. Erläutert wurde dabei auch, dass nicht nur Geschwindigkeitsbeschränkungen, sondern auch örtliche oder situative Gegebenheiten sowie die individuellen Fähigkeiten der Verkehrsteilnehmer Einfluss auf die Wahl der gefahrenen Geschwindigkeiten haben sollen.

Raser sind Hauptursache für tödliche Unfälle

In Bayern, aber auch in der Oberpfalz zeigt sich seit Jahren nicht angepasste Geschwindigkeit als eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang oder Unfälle mit schwer verletzten Personen. Diese Tatsache gilt es den Verkehrsteilnehmern immer wieder vor Augen zu führen. Durch wiederkehrende, auch öffentlichkeitswirksame Aktionen, erhofft man sich dabei auf Seiten der Polizei eine dauerhafte Einstellungs- und Verhaltensänderung.

Auch im Landkreis Regensburg gab es Messstellen. Die Polizei Nittendorf beteiligte sich mit drei Punkten am „Marathon“.

Der Blick durch ein Laser-Handmessgerät an der B 85 bei Bodenwöhr Foto: Polizei Oberpfalz
Der Blick durch ein Laser-Handmessgerät an der B 85 bei Bodenwöhr Foto: Polizei Oberpfalz

Geschwindigkeitsverstöße stellen Verletzungen von Rechtsnormen dar, die zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer aufgestellt wurden. Diese Regeln sollen auf unseren stark frequentierten Straßen ein möglichst hohes Maß an Sicherheit gewährleisten und zudem einen weitgehend reibungslosen Verkehrsfluss ermöglichen. Leider zeigt sich aber auch immer wieder, dass Regeln häufig nur dann eingehalten werden, wenn sie auch überwacht werden. In Schwandorf blitzte die Polizei in den vergangenen 24 Stunden schwerpunktmäßig an bekannten Unfallschwerpunkten.

Mit 150 km/h auf der Landstraße

Bilanziert man die gesamten 24 Einsatzstunden, so bedeutet dies für den Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz, dass 440 Kraftfahrzeuglenker von Einseitensensor, Laser-Messgerät und Multanova Radargerät erfasst, gemessen und beanstandet wurden bzw. eine Ahndung zu erwarten haben und damit um 13 mehr als im Vorjahr. Dies bei einem Gesamtdurchlauf von 10 413 gemessenen Fahrzeugen.

Auf die zu schnellen Verkehrsteilnehmer kamen oder kommen, je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung gestaffelt, Verwarnungsgelder oder Anzeigen mit Punkten und gegebenenfalls Fahrverboten zu.

Lesen Sie auch: Im Landkreis Kelheim waren die Autofahrer beim Blitzmarathon weniger auffällig.

Den traurigen Höchstwert in der Oberpfalz erreichte am Mittwochabend, gegen 20.50 Uhr ein Skoda mit Regensburger Zulassung auf der B 16 im Gemeindebereich Nittenau bei erlaubten 100 mit 150 Kilometer pro Stunde. Nach Abzug der gesetzlich vorgeschriebenen Toleranz von fünf verbleiben immer noch 145 Kilometer pro Stunde, die dem Fahrer vorgeworfen werden. Der Fahrzeuglenker hat nun mit einem Bußgeld von 160 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot zu rechnen.

Auch andere wichtige Themen der Verkehrssicherheit verloren die Beamten nicht aus den Augen und beanstandeten Fahrzeuglenker auch wegen anderer Verstöße. So sahen sich die Verkehrsteilnehmer in insgesamt 49 Fällen mit Ahndungen wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte oder benutzter Mobiltelefone während der Fahrt konfrontiert.

Weitere Neuigkeiten aus der Oberpfalz lesen Sie hier.

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