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Buddha, Funkmast und Umgehung

Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer gingen in Teublitz drastisch zurück. Die Freisportanlage an der Telemannschule wurde 2013 fertiggestellt.
Von Werner Artmann

  • Im Juni 2013 fand die Einweihung des buddhistischen Meditationszentrum Katzdorf statt, mit der über vier Meter hohen Buddha-Statue Fotos: bat

TEUBLITZ.Für die Stadt Teublitz war 2013 ein finanziell schwieriges Jahr. Im Haushalt fehlten Einnahmen aufgrund des außerordentlichen Rückgangs bei der Gewerbesteuer und der deutlichen Senkung der staatlichen Schlüsselzuweisung. Gleichzeitig wurde die an den Landkreis zu zahlende Kreisumlage erhöht. Das im Vergleich zu 2012 entstandene Minus in Höhe von 3,1 Millionen Euro führte dazu, dass viele Investitionen zurückgestellt werden mussten.

Die wichtigsten Ereignisse 2013 waren das 60-jährige Jubiläum der Stadterhebung im August, das Bürgerfest, die 800-Jahrfeier von Münchshofen, das 30-jährige Gründungsfest der Jugendblaskapelle, das traditionelle 60. Schubkarrenrennen des Burschenvereins „Morgenrot“ Münchshofen, die Übergabe des Allwettersportplatzes der Telemannschule und die Ausweisung des Bebauungsgebietes „Spitzdorfweiher“ südlich von Katzdorf. Zukunftsweisende Investitionen wurden mit einer dritten Kinderkrippe und nunmehr insgesamt 36 Kinderkrippenplätzen geschaffen.

Seniorenheim im „Schlossgarten“

Haupt- und Diskussionsthemen waren auch in diesem Jahr wieder die Umgehungsstraße für das Städtedreieck mit Veröffentlichung des Verkehrsgutachtens, der Bebauungsplan „Schlossgarten“ für den Bau eines Seniorenheimes hinter der Dreifachsporthalle und der Funkmast neben dem Gipfelkreuz des Münchshofener Berges. Vom diesjährigen Hochwasser im Juni blieb die Stadt weitgehend verschont. Ebenfalls im Juni fand die Einweihungsfeier des buddhistischen Meditationszentrum in Katzdorf mit der über vier Meter hohen Buddha-Statue in Verbindung mit einem großen Veranstaltungsprogramm statt.

Der Teublitzer Stadtrat fasste bei acht Sitzungen 75 Beschlüsse. Der Finanzausschuss hielt zwölf, der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss drei und der Rechnungsprüfungsausschuss ebenfalls drei Sitzungen ab.

Der Umfang des Verwaltungshaushalts betrug 9 709 700 Euro und der des Vermögenshaushalts 2 767 600 Euro. Dies bedeutete eine Verringerung um 31,04 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

„Einen Hoffnungsschimmer am Horizont“ sieht Bürgermeisterin Maria Steger für das Jahr 2014, da man mit Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer und der Schlüsselzuweisung aber auch mit einer geringeren Kreisumlage rechnen kann. Da die Stadt einen Schuldenstand von rund 12,3 Millionen Euro plus Verbindlichkeiten von vier Millionen Euro außer Haushalt und somit eine Pro-Kopf-Verschuldung von 1660 Euro aufweist, muss der Schuldenabbau in den nächsten Jahren unbedingt Vorrang haben.

Eine der wichtigsten Investitionen im Vermögenshaushalt im Jahre 2013 war der Bau der Freisportanlage an der Telemannschule mit einem Volumen von 420 000 Euro, deren Übergabe zum Abschluss der gesamten Schulsanierung führte. Weiter erhielt die FFW Katzdorf ein neues TSF-W-Fahrzeug mit Kosten von 115 000 Euro, der Bauhof einen neuen Lader für 46 000 Euro und ein neues Räumfahrzeug für 131 600 Euro. Die Tragschichterneuerung in der Bergstraße/Am Herrnberg in Münchshofen wurde mit 178 000 Euro vorgenommen, Straßenbau-, Wasser- und Kanalbau Am Moosgraben erforderten 180 000 Euro, Urnengräber am Friedhof wurden angelegt und die Sanierung eines städtischen Wohnhauses mit 62 000 Euro vorgenommen.

Digitalfunkmast misst 23,60 Meter

Die „Umgehungsstraße Städtedreieck“ war auch im Jahre 2013 das Thema in Teublitz und im Städtedreieck. Im Oktober wurde das „sehnlichst“ erwartete Verkehrsgutachten bei einer gemeinsamen Sitzung der drei Stadträte Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz in der Stadthalle Maxhütte-Haidhof vorgestellt und löste nicht nur bei den Befürwortern und Gegnern der Umgehungsstraße erhebliche Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten aus. Nun sind die drei Stadtratsgremien gefragt, die einen einheitlichen Beschluss für eine der vorgeschlagenen Trassen herbeiführen müssen.

Mindestens einmal im Jahr sucht das Hochwasser das Stadtgebiet von Teublitz, insbesondere den Bereich um Saltendorf, Premberg, Münchshofen und Katzdorf, heim. Bei einem Pegelstand vom 325 kamen die Teublitzer im Juni 2013 noch gut davon im Vergleich mit dem Hochwasser von 2011. Ein Funkmast für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben neben dem Gipfelkreuz des Münchshofener Berges erhielt Anfang des Jahres erst einmal nicht die Zustimmung des Stadtrates. Doch schließlich gab es dann einen „Sinneswandel“ und der Digitalfunkmast mit einer Gesamthöhe von 23,60 Metern „ziert“ nun die höchste Erhebung im Altlandkreis Burglengenfeld.

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