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Ende für das Nabburger Krankenhaus

Mit Wirkung zum 1. April hat der Betreiber Asklepios den bisherigen Standort geschlossen. Nun soll ein Gesundheitszentrum etabliert werden.

Die Asklepios-Klinik Nabburg ist größtenteils geschlossen. Foto: Archiv

Nabburg.Die Krankenhauslandschaft im Landkreis Schwandorf war 2013 wieder von einem entscheidenden Umbruch geprägt. Mit Wirkung zum 1. April schloss Betreiber Asklepios den bisherigen Krankenhaus-Standort Nabburg. Vergeblich waren die Versuche geblieben, mit einem Linksherzkathetermessplatz oder dem Versuch, eine Klinik für Psychosomatik zu etablieren, das Defizit von zuletzt 2,6 Millionen Euro zu verringern. Nicht unerwartet zog der Krankenhaus-Konzern am Ende die Reißleine – und versucht nun, ein Gesundheitszentrum am Standort Nabburg zu etablieren. Geblieben sind vier Arztpraxen, das Pflegestift St. Johannes sowie ein Internist. Neu hinzugekommen sind eine Physiotherapie-Praxis und ein Versorgungsstützpunkt Schlafmedizin, geplant ist außerdem eine stationäre Pflegeeinrichtung. Mit weiteren Interessenten liefen Gespräche, hieß es seitens Asklepios.

Veränderungen gab es auch am Asklepios-Standort Oberviechtach. Noch im Februar hatte der Konzern versichert, das dortige Krankenhaus sei „auf einem guten Weg“. Doch die durchschnittliche Belegung der 70 Planbetten sank seither von gut 40 auf die Hälfte. Gleichzeitig arbeiteten, rein rechnerisch, nach wie vor 50 Vollzeitkräfte in Oberviechtach. Im November reagierte Asklepios und reduzierte zur Kostensenkung die Zahl der Mitarbeiter vor Ort um die Hälfte, um sie künftig an anderer Stelle einzusetzen. Operiert werden soll in Zukunft tageweise mit einem besonderen Team von der Asklepios-Klinik Lindenlohe – sozusagen laut Dienstplan. (hh)

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