MyMz

Umstrittene Digitalfunkmasten

Die Schwandorfer Bürger wehrten sich gegen den Standort am Weinberg, wo ein Digitalfunkmast für den Behördenfunk installiert werden sollte.

Der Wasserturm auf dem Weinberg war der von den Planern vorgeschlagene Standort. Doch die Anwohner hielten nichts davon. Foto: Archiv

Schwandorf.Die geplante Umrüstung der Einsatzkräfte auf den Digitalfunk hat in Schwandorf zu Bürgerprotesten und einem Tauziehen um den richtigen Standort geführt. Als im Frühjahr bekanntwurde, dass auf dem Wasserturm an der Gebrüder-Grimm-Straße auf dem Weinberg ein Digitalfunkmast für den Behördenfunk installiert werden sollte, regte sich zunächst der Widerstand dreier Hausbesitzer, die nur gut 30 Meter vom Standort entfernt wohnen. Dann schlossen sich immer mehr Bürger auf dem Weinberg dem Protest an.

Ihr Anliegen: Von den drei Standorten, die auf dem Weinberg auf ihre Eignung hin untersucht wurden – auf dem ehemaligen BGS-Gelände, am Hochbehälter nahe dem Fußballplatz des SC Weinberg oder eben auf dem Wasserturm – sollte nicht ausgerechnet der in der größten Nähe zur Wohnbebauung für den Funkmasten ausgewählt werden.

Die Stadt reagierte zunächst abwartend, schloss sich aber in einer Sitzung des Bauausschusses schließlich den Argumenten der Anlieger an. Das „gemeindliche Einvernehmen“ mit dem Standort an der Gebrüder-Grimm-Straße könne nicht erteilt werden, entschieden die Stadträte. Stattdessen solle die Alternative auf dem BGS-Gelände geprüft werden, so der Ausschuss.

Bei der Standortsuche ist nun alles wieder offen. Bisher hat das Innenministerium noch keine neue Entscheidung über den vorgesehenen Digitalfunkmasten getroffen. In der gesamten Oberpfalz sind insgesamt 102 derartige Masten für die Einführung des Digitalfunks erforderlich. (hh)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht