mz_logo

Polizeimeldungen
Samstag, 21. April 2018 26° 2

Polizei

40-Tonner walzt Mittelleitplanke nieder

Bei einem Unfall auf der A 93 verlor ein Sattelschlepper seine Ladung. Wegen der Aufräumarbeiten kommt es zu Behinderungen.
Von Werner Artmann

Der Lkw wälzte auf rund 100 Metern die Mittelleitplanke nieder, bevor er zum Stillstand gekommen ist. Foto: Artmann

Schwandorf.Der Sekundenschlaf eines Lkw-Fahrers führte am frühen Dienstagmorgen gegen 5.25 Uhr zu einem spektakulären Verkehrsunfall auf der A 93 zwischen den Anschlussstellen Teublitz und Schwandorf-Süd/Klardorf. In der Folge kam es zu Behinderungen in beiden Fahrtrichtungen. Der Lkw-Fahrer wurde bei dem Unfall dabei leicht verletzt, der Gesamtschaden liegt nach Angaben der Autobahnpolizei Schwandorf bei mindestens 110 000 Euro. Die Arbeiten an der Unfallstelle werden laut Polizei wohl den ganzen Tag andauern. Die linken Fahrspuren in beiden Fahrtrichtungen werden deshalb bis zum Ende der Aufräumarbeiten gesperrt bleiben.

Nach eigenen Angaben nickte der Fahrer während der Fahrt kurz ein und fuhr mit seinem Sattelzug in die Mittelleitplanke. Foto: Artmann

Ein 33-jähriger tschechischer Lkw-Fahrer war am Dienstag mit einem österreichischen Sattelzug auf der A 93 von Regensburg in Richtung Norden unterwegs. Nach eigenen Angaben nickte er während der Fahrt kurz ein und fuhr mit seinem Sattelzug etwa 1000 Meter vor der Anschlussstelle Schwandorf-Süd in die Mittelleitplanke. Der Auflieger war nach Angaben der Polizei mit einer 24 Tonnen schweren Stahlrolle und mit Blechteilen beladen. Durch den Anprall und die Schräglage des Lkw löste sich die Rolle aus der Verankerung und stürzte auf die Gegenfahrbahn. Auch die Blechteile fielen auf die Gegenfahrbahn. Der Lkw wälzte auf einer Länge von rund 100 Meter die Mittelleitplanke nieder, bevor er auf der linken Fahrspur zum Stillstand kam.

Mazda wurde durch Trümmerteile beschädigt

Eine 20-Jährige, die mit ihrem VW in Richtung Regensburg unterwegs war, konnte der Stahlrolle gerade noch ausweichen, fuhr aber über die auf der Fahrbahn liegenden Trümmerteile. Ein Mazda, der ebenfalls in Richtung Süden unterwegs war, wurde ebenfalls durch herumliegende Fahrzeugteile beschädigt.

Der Auflieger war nach Angaben der Polizei mit einer 24 Tonnen schweren Stahlrolle und mit Blechteilen beladen. Foto: Artmann

Beim Unfall wurde der Tank des Sattelschleppers aufgerissen und circa 300 Liter Dieselkraftstoff versickerten im Erdreich. Die Einsatzkräfte der alarmierten Feuerwehren aus Klardorf, Wackersdorf und Teublitz versuchten, eine Dieseltankabdichtung vorzunehmen. Außerdem errichteten sie Ölsperren zu nahegelegenen Entwässerungsgräben. Zur Einschätzung der Gewässergefährdung waren Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt vor Ort. Das verunreinigte Erdreich wird ausgebaggert und entsorgt.

Mehr Bilder finden Sie bei der Feuerwehr Klardorf:

Während der Bergungsarbeiten musste die Fahrbahn in Richtung Regensburg komplett gesperrt werden. Der Verkehr wurde bei der Ausfahrt Schwandorf-Süd/Klardorf ausgeleitet. Wegen des relativ ruhigen Verkehrs kam es aber nur zu kürzeren Stauungen, bilanzierte die Autobahnpolizei.

Die Feuerwehren aus Teublitz, Klardorf und Wackersdorf waren mit rund 60 Mann mit dem Auftrag „Verkehrssicherung nach Unfall mit Lkw sowie Sicherung des Brandschutzes“ bei dem Unfall im Einsatz. Dabei musste in beide Fahrtrichtungen abgesichert werden.

Gegen 9 Uhr konnten die Feuerwehren wieder abgezogen werden und die Absicherung der Unfallstelle übernahm die Autobahnmeisterei. (bat)

Weitere Polizeimeldungen aus dem Landkreis Schwandorf finden Sie hier.

Weitere Nachrichten aus der Region Schwandorf lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht