Zoll in Cham

Unternehmer in Cham prellt Sozialkassen

Der Schaden durch nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge durch das Unternehmen beläuft sich auf rund 100.000 Euro.

30.12.2021 | Stand 15.09.2023, 21:56 Uhr
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg überführte den Unternehmer aus dem Landkreis Cham. −Foto: Müller Thomas/picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg gegen den Inhaber einer Bau- und Arbeitnehmerüberlassungsfirma im Landkreis Cham ergaben, dass dieser über Jahre hinweg die erforderlichen Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt hat. Der so für die Sozialversicherungsträger entstandene Schaden beläuft sich auf circa 100.000 Euro.

Bereits in der Vergangenheit hatte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Regensburg gegen den Geschäftsmann wegen Schwarzarbeit ermittelt. Allerdings änderte der Beschuldigte sein Verhalten nicht und zahlte in insgesamt 51 Fällen die Löhne seiner Mitarbeiter, die er an verschiedene, in Deutschland ansässige Unternehmen verlieh, über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren zum Teil schwarz aus.

Firmeninhaber legte Geständnis ab

Weil der Firmeninhaber jedoch bereits zu Beginn der Hauptverhandlung ein Geständnis ablegte, konnte seitens des zuständigen Amtsgerichts Regensburg auf eine umfangreiche Beweisaufnahme verzichtet werden. Zudem hatte der Geschäftsmann bereits im Vorfeld damit begonnen, die hinterzogenen Sozialversicherungsbeiträge zu erstatten.

Das Amtsgericht Regensburg verurteilte den Geschäftsmann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Zudem erhielt er eine Geldstrafe in Höhe von circa 8000 Euro und muss für den entstanden Schaden bei den Sozialversicherungsträgern aufkommen.

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