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Bergsteigen

Mit dem Coach auf Gipfeljagd

Triathlet Sebastian Koschels Trainingsplan macht MZ-Redakteur Gunther Lehmann in sechs Wochen fit für den Großglockner.

  • Personal Trainer Sebastian Koschel (rechts) trainiert mit MZ-Redakteur Gunther Lehmann. Foto: Baumgarten
  • In sechs Wochen ist der Gipfel des Großglockners das Ziel. Foto: Lammerhuber

REGENSBURG.Je höher der Anspruch ist, den eine Tour an einen Bergsteiger stellt, desto wichtiger wird eine professionelle Betreuung, sagt der Regensburger Triathlet und Personal Trainer Sebastian Koschel. Der 32 Jahre alte Fitness-Ökonom und ehemalige Gebirgsjäger unterstützt in den kommenden eineinhalb Monaten MZ-Redakteur Gunther Lehmann bei seinem Selbstversuch, in sechs Wochen fit für die Besteigung des Großglockners zu werden.

Koschel betreut als Personal Trainer sehr unterschiedliche Menschen – vom Sporteinsteiger bis zum Hochleistungssportler. Als erstes prüft der Coach den MZ-Redakteur auf Herz und Nieren, ermittelt Größe, exaktes Gewicht, Muskelmasse und Körperfettanteil. Er testet die Dehnbarkeit und die Kraft seiner Beinmuskulatur, lässt ihn auf einem mit Luft gefüllten Kissen auf einem Bein balancieren und läuft eine erste kurze Runde mit ihm. Nach der wissenschaftlich fundierten Begutachtung macht er dem künftigen Gipfelstürmer eines schnell klar: „Was du bis jetzt machst, ist üben – und nicht trainieren!“

Koschels erste Einschätzung: Das Training für den Großglockner soll nicht nur die Ausdauer des Redakteurs steigern, sondern auch die Kraft in den Beinen, die meist acht Stunden oder mehr pro Tag unter dem Schreibtisch ruhen. Die Kraftkomponente werde mit zunehmender Höhe immer wichtiger: „Wenn die Luft dünner wird, fällt selbst das Gehen immer schwerer. Man darf den Einfluss der Höhe nicht unterschätzen“, erklärt Koschel.

„Was du bis jetzt machst, ist üben – und nicht trainieren!“

Personal Trainer Sebastian Koschel
Sprungtraining auf einer Parkbank ist ein einfacher aber effektiver Weg die Beinmuskulatur zu stärken.
Sprungtraining auf einer Parkbank ist ein einfacher aber effektiver Weg die Beinmuskulatur zu stärken. Foto: Baumgarten

Um richtig zu trainieren, muss Lehmann auch mit seinen liebgewonnenen Laufgewohnheiten – immer der Naab entlang – brechen. „Wenn du etwas ändern willst, musst du raus aus der Komfortzone“, sagt Koschel.

Für die nächsten Wochen bedeutet das: Höhe machen und Kraft aufbauen. Wer im Training abseits asphaltierter Wege über Stock und Stein läuft, hat auch am Berg in heiklen Passagen einen sicheren Stand und Tritt.

Bis zum nächsten Treffen muss Lehmann jetzt Daten sammeln für seinen Coach. Ein neuer, exakter Herzfrequenzmesser hilft dabei genau so wie eine neue Laufstrecke. Auf einem 6,5 Kilometer langen Rundkurs geht es künftig 150 Höhenmeter bergauf und bergab. „Und den kann man auch ruhig öfter hintereinander laufen“, sagt der Trainer und grinst.

Weitere Informationen zum Projekt „In sechs Wochen fit für den Großglockner“ gibt es hier!

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