Online-Zahlungsanbieter: Skrill weit abgeschlagen, PayPal bleibt Platzhirsch

29.06.2023
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Online-Zahlungsanbieter sind die Geldinstitute der Zukunft. Mit ihrer einfachen Abwicklung schaffen sie Kunden ein bequemes Kauferlebnis. Zur optimalen Personalisierung dieses Erlebnisses wird Online-Händlern empfohlen, unterschiedliche Bezahlmethoden anzubieten. Welche Methoden sich in welchem Bereich befürworten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Vielfalt bestimmt den Markt: Wer mehr Zahlmöglichkeiten wie PayPal, Skrill und Co. anbietet, gewinnt

Das Anbieten von unterschiedlichen Bezahlmethoden spricht grundsätzlich alle Zahlungsanbieter an – egal, ob es sich dabei um einen Online-Zahlungsanbieter oder ein herkömmliches Geldinstitut handelt. Die Vielfalt der angebotenen Methoden bestimmt dabei den Markt. Denn den Käufern der Zukunft ist es längst nicht mehr genug, mit Bezahlmethoden der herkömmlichen Geldinstitute bezahlen zu können. 

Zwar benutzen noch viele Kunden ihre Kreditkarte oder die Sofortüberweisungsfunktion, jedoch greifen viele lieber auf die komfortablen Online-Zahlungsanbieter zurück. Je nach Branche und technischer Ausführung der Zahlungen werden verschiedene Dienste bevorzugt. Das britische E-Geld-Institut Skrill bietet beispielsweise eine durchaus beliebte Methode für Spieler von Online-Spielbanken. Dies liegt daran, dass es den Kunden den großen Vorteil der Echtzeitüberweisung bietet. Aus diesem Grund kann es für Online-Händler von Vorteil sein, ihren Kunden mehrere Online-Zahlungsanbieter zur Verfügung zu stellen.

Das Anbieten verschiedener Online-Zahlungsanbieter kommt sowohl Online-Händlern als auch potenziellen Kunden zugute. So gibt es Kunden die Flexibilität, ihre bevorzugte Zahlungsmethode zu wählen. Wenn Kunden ihren bevorzugten Zahlungsanbieter auswählen können, kann dies zu höheren Umsätzen führen. Denn einfache und bereits bekannte Bezahlverfahren gelten für viele als ein indirektes Kaufargument. Währenddessen komplizierte Verfahren das Kauferlebnis verschlechtern und das Kaufbedürfnis abschrecken, sorgen bekannte Abwicklungen für ein bequemeres Kauferlebnis. 

Eine Reduzierung von Kaufabbrüchen können somit unterschiedliche Online-Zahlungsanbieter schaffen. Wichtig bei der Wahl der Anbieter ist es jedoch, die Wünsche der eigenen Zielgruppe zu berücksichtigen. So wird nicht jeder Online-Zahlungsanbieter von jeder Zielgruppe verwendet. Richten sich ein Verkäufer nach nationalen oder regionalen Kunden, so gilt PayPal als optional. Denn PayPal ist der am häufigsten genutzte Online-Bezahldienst in Deutschland. Versucht ein Verkäufer jedoch internationale Kunden anzusprechen, so eignen sich möglicherweise andere Zahlungsanbieter mehr.

Vorteile für Kunden: Verschiedene Anbieter im Vergleich

Neben Verkäufern kann es sich zudem für Kunden lohnen, neue Zahlungsanbieter auszuprobieren. Die einzelnen Anbieter unterscheiden sich oft in ihren Funktionen. Durch dies entstehen minimale Abweichungen, welche für spezielle Zielgruppen von Vorteil sein können. 

Bei dem Spielen von Online-Casinos haben die Spieler bezogen auf den Bezahlvorgang zwei Anforderungen. Die erste Anforderung bezieht sich auf die Einzahlung von Guthaben. Gerade bei Slot Games darf diese nicht zu lange dauern. In Online-Casinos gilt deshalb eine sofortige Gutschrift in Form einer sogenannten Echtzeitüberweisung als Voraussetzung für ein gutes Spielerlebnis. Echtzeitüberweisungen bedeutet, dass das Geld sofort nach der Einzahlung dem Konto des Casino-Spielers gutgeschrieben wird. Ein umfassendes Angebot an Zahlungsdiensten ermöglicht entsprechende Einzahlungskonditionen. Darunter sind auch PayPal, Klarna und Google Pay in der Lage, Online-Zahlungen mit einer Geschwindigkeit in Echtzeit abzuwickeln.

Die zweite Anforderung bezieht sich wiederum auf die Schnelligkeit der Auszahlung nach einem Gewinn. Hier ist die Auswahl an verfügbaren beziehungsweise möglichen Zahlungsmethoden deutlich geringer. Die meisten Spieler der Online-Casinos verzichten vollständig auf Banküberweisungen, da die Zahlungsabwicklung Tage dauert. Auch Anbieter, welche die Recharge-Funktion (Guthaben und Einzahlfunktion in Wallet) nicht implementiert haben oder keine fremde Überweisung realisieren, fallen hier weg. Online-Zahlungsanbieter wie Skrill sind für Spieler von Online-Casinos deshalb gern genutzt. Durch die digitalen Wallets mancher Online-Zahlungsanbieter sowie ihre einfache Anwendbarkeit ermöglichen sie ihren Kunden schnelle Ein- sowie Auszahlungen.

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PayPal und Klarna als Top-Anbieter: Funktionen im Überblick

Neben Skrill verfügen noch weitere Online-Zahlungsanbieter über ein derartiges Wallet. Darunter auch die beiden Top-Anbieter PayPal und Klarna. Die Online-Zahlungsanbieter PayPal und Klarna sind die häufigsten genutzte Online-Bezahldienste in Deutschland. Ihre Beliebtheit liegt unter anderem an ihrer langjährigen Präsens auf dem Markt sowie an ihren Funktionen. Diese sprechen dabei überwiegend Kunden an, welche einen hohen Wert auf ein sicheres Online-Shopping legen. Zu ihren beliebtesten Funktionen, welche sich von anderen Anbietern abheben, gehören unter anderem folgende.

•    Zahlung per Rechnung
Bei PayPal und Klarna handelt es sich um Anbieter, welche eine sogenannte Zahlung per Rechnung anbieten. Der spezielle Service ist kostenlos und ermöglicht es Kunden, Bestellungen erst nach dem Erhalt der Ware zu bezahlen. Je nach Anbieter beinhaltet der Service einen Bezahlzeitraum von 14 bis 30 Tagen. Ein Vorteil, welcher durch die Zahlung per Rechnung entsteht, ist ein sichereres Online-Shopping. Des Weiteren muss die Ware nur dann bezahlt werden, wenn man sie behalten möchte. Sendet man die Ware zurück, so fallen keinerlei Rücküberweisungen an.

•    einmalige Datenangabe
Ein weiterer Vorteil der beiden Anbieter ist, dass sie den Kauf zwischen Kunde und Händler abwickeln. Wer beispielsweise PayPal benutzen oder seinen Kunden anbieten möchte, muss sich ein Konto anlegen und dort seine Daten angeben. Nach der vollständigen Angabe werden die Daten von PayPal gespeichert. Wenn ein Kauf stattfindet, werden die nötigen Daten des Kunden automatisch an den Händler weitergeleitet. Durch dies ist es nicht mehr nötig, bei jedem Kauf seine Bankdaten erneut anzugeben.

•    Käuferschutz
Viele Online-Zahlungsanbieter bieten ihren Kunden einen sogenannten Käuferschutz. Wenn ein Problem mit der Lieferung auftritt, können sich Kunden schnell und unkompliziert an ihren jeweiligen Zahlungsanbieter mit Käuferschutzprogramm wenden. In der Regel wird nach der Meldung des Problems die Zahlungsfrist bei einem Kauf per Rechnung pausiert. Viele potenzielle Kunden vertrauen den klassischen Banken noch eher, doch im digitalen Bereich haben junge Fintech-Unternehmen die Nase vorne – so kämpfen viele traditionelle Banken noch mit technischen Schwierigkeiten. Des Weiteren setzt sich zum Beispiel PayPal, insofern der Kauf durch den Anbieter abgeschlossen wurde, mit dem Händler auseinander und versucht das Problem zu lösen.