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Rezept

Den Sommer einfach einrollen

Schnippeln, wickeln, tunken – Sommerrollen sind ein schnelles, leckeres und sehr gesundes Gericht für heiße Tage.
Von Ursula Gaisa

Erdnusssauce und Korianderdip passen nicht nur farblich gut zu den Rohkostrollen. Foto: A. Sauerer
Erdnusssauce und Korianderdip passen nicht nur farblich gut zu den Rohkostrollen. Foto: A. Sauerer

Ich koche ja leidenschaftlich gern, aber bei 30 Grad im Schatten vergeht mir oft die Lust. Dann mag ich keine vier Herdplatten oder geschweige denn den Backofen anwerfen. Sommerrollen sind dann immer eine gute Idee. Sie werden im Gegensatz zu den berühmten Frühlingsrollen nicht gebacken, sondern nur mit rohen Gemüsestiften befüllt. Übrigens auch ein gutes WM-Fingerfood…

Diese Zutaten braucht man für die beiden Dips und die Füllung. Man kann auch andere Gemüsesorten und Kräuter verwenden. Foto: Ursula Gaisa
Diese Zutaten braucht man für die beiden Dips und die Füllung. Man kann auch andere Gemüsesorten und Kräuter verwenden. Foto: Ursula Gaisa

Man kann im Prinzip alles verwenden, was sich gerade im Gemüsefach findet. Mit einer Avocado wäre das Ganze gehaltvoller, aber die lassen wir wegen fragwürdiger Anbaumethoden lieber weg. Glasnudeln könnte man auch mit in die Füllung geben, worauf wir hier aber verzichten. Das Auge isst natürlich mit, deshalb habe ich möglichst bunte Sorten ausgewählt, die Radieschen machen das Ganze ein bisschen scharf. Blaukraut würde sich farblich auch gut machen, hat aber keine Saison im Moment. Wer keinen Koriander mag – ich mag ihn ja sehr –, lässt ihn weg. Der zweite Dip schmeckt auch ohne oder zum Beispiel mit Petersilie.

Mit einem scharfen Messer sind Karotten & Co. schnell geschnitten. Foto: A. Sauerer
Mit einem scharfen Messer sind Karotten & Co. schnell geschnitten. Foto: A. Sauerer

Ist das Gemüse erst mal geschnitten, geht es ganz schnell. Foto: A. Sauerer
Ist das Gemüse erst mal geschnitten, geht es ganz schnell. Foto: A. Sauerer

Bevor es ans lustige Einrollen geht, muss man schnippeln: alles in möglichst dünne Streifen oder Stifte – mit einem guten Messer ja kein Problem. Belegen kann man dann zusammen mit der Familie oder den Gästen. Wer einen Spiralschneider hat, kann das Ganze natürlich umgehen und das Gemüse damit zerkleinern. Das Reispapier wird kurz in heißes Wasser getaucht, bis es weich, aber nicht zu weich ist, also circa zwölf Sekunden.

Die Füllung wird in feuchtes Reispapier gewickelt. Foto: A. Sauerer
Die Füllung wird in feuchtes Reispapier gewickelt. Foto: A. Sauerer

Gemüse ins untere Drittel legen, rechts und links einschlagen und rollen (gut im Video zu sehen!). Und daran denken, dass es unter dem Papier hübsch aussieht, dazu braucht es etwas Übung.

Unser Video zeigt alle Zubereitungsschritte:

Sommerrollen mit zweierlei Dips

Erdnusssauce kann schnell zu schwer und pappig werden. Diese wird durch den Limettensaft und die Kokosmilch etwas leichter: Currypaste mit den Ingwerwürfelchen in einem Topf mit schwerem Boden in etwas Sesamöl anbraten, bis sie duftet.

Die Erdnusssauce muss vor der Verwendung noch etwas Abkühlen. Foto: A. Sauerer
Die Erdnusssauce muss vor der Verwendung noch etwas Abkühlen. Foto: A. Sauerer

Erdnussbutter und Kokosmilch dazugeben und verrühren, dann mit der Sojasauce und dem Limettensaft gut abschmecken, eventuell auch mit etwas braunem Zucker, falls sie zu säuerlich schmeckt.

Für den Korianderdip werden die Zutaten einfach miteinander verrührt. Foto: A. Sauerer
Für den Korianderdip werden die Zutaten einfach miteinander verrührt. Foto: A. Sauerer

Für den Korianderdip einfach alle Zutaten verrühren. Er schmeckt auch zu vielen anderen Gerichten. Ich verwende ihn oft als einfache Sauce zu Udonnudeln – auch ein schnelles, leckeres Sommergericht.

Sommerrollen mit zweierlei Dips (2 P.)

  • Für die Sommerrollen:

    2 große Karotten; 1 kleiner Kohlrabi; 1 große gelbe Paprika; 8 Radieschen; 2 Zweige frische Minze; 2 Zweige frischer Koriander; 8 runde Reispapierblätter

  • Für den Erdnussdip:

    2 EL Sesamöl; 2-3 EL Erdnussbutter crunchy; 2  EL Sojasauce; Saft einer Limette; 1 EL gelbe Currypaste; 100 ml Kokosmilch; 2 cm Ingwer in feinen Würfeln

  • Für den Korianderdip:

    4 EL Sesamöl; 1 EL frischer, gehackter Koriander; 50 ml Reisessig; 2 EL Sojasauce

Gastköchin Ursula Gaisa

Ursula Gaisa Foto: Sabine Franzl
Ursula Gaisa Foto: Sabine Franzl

Ursula Gaisa ist Sängerin, Kabarettistin und (Food-)Bloggerin (franz-allesmitliebe.blogspot.de, www.erbsenkoenigin.de). Die Ökokiste dient ihr als Inspiration für ihre Rezepte auf unserer Aufgetischt-Seite. Sie kocht vegetarisch und oft auch vegan.

Hier geht es zu weiteren Rezepttipps unserer Aufgetischt-Redaktion.

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