Reisevorbereitung mit Hund: Wichtige Punkte, die Sie beachten sollten

17.07.2023
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−Foto: Unsplash / © jthorson2

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Um eine entspannte und unvergessliche Urlaubszeit mit Hund haben zu können, ist eine gründliche Vorbereitung unumgänglich. Am besten ist es, bei der Urlaubsplanung eine Liste der wichtigsten Punkte abzuarbeiten, damit auch der pelzige Freund den Urlaub genießen kann.

Vorkehrung: Tierarztbesuch

Damit die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes während der Reise nicht gefährdet werden, sollte der Hund vor der Reise vom Tierarzt durchgecheckt werden.
Ein tierärztlicher Check-up ermöglicht es dem Tierarzt, Erkrankungen zu erkennen und geeignete Maßnahmen vor Reisebeginn zu ergreifen, und den allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes zu beurteilen. Während des Check-up können Parasitenschutzmaßnahmen aktualisiert und Impfungen aufgefrischt werden, um das Risiko von Infektionen während der Reise zu minimieren.  Der Tierarzt kann auch Medikamenten gegen Reisekrankheit oder zur Stressreduktion verordnen und Empfehlungen zur Reisevorbereitung geben.

Tipp:
Ein tierärztlicher Check-up vor der Reise gibt dem Hundebesitzer auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich über die spezifischen Vorkehrungen für das gewählte Reiseziel und eventuelle Risiken zu informieren. Auch Online lassen sich von Fachhändlern und Experten viele Informationen rund um die Urlaubsplanung mit dem Hund finden. Dies hilft, einen sicheren und angenehmen Urlaub für Mensch und Hund zu gewährleisten und Komplikationen zu vermeiden.
 

Wichtige Reisedokumente

Für eine Reise mit Hund sind bestimmte Reisedokumente notwendig, auch um mögliche Probleme oder Missverständnisse zu vermeiden. Die wichtigsten Dokumente sind folgende:

•    Impfausweis: Der Impfausweis enthält den Impfstatus und die Aufzeichnungen über die Impfungen des Hundes. Die Impfungen, insbesondere die Tollwutimpfung, müssen auf dem neuesten Stand sein, da diese für die Einreise ins Ausland entscheidend sein kann.
•    Nachweis über Haftpflichtversicherung: Möglicherweise verlangen einige Reiseziele und Unterkünfte den Nachweis einer Hundehaftpflichtversicherung.
•    EU-Heimtierausweis: Für eine Reise innerhalb der Europäischen Union ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Dieser Ausweis enthält Informationen über den Hund, wie z.B. den Namen des Hundes, Mikrochip-Nummer, Impfungen und Eigentümerdetails.
•    Gesundheitszeugnis: Ein Gesundheitszeugnis wird von einigen Ländern oder auch Fluggesellschaften verlangt und kann von einem Tierarzt ausgestellt werden. Es bestätigt, dass der Hund zum Zeitpunkt der Reise keine ansteckenden Krankheiten hat und gesund ist.
•    Identifikation: Um eine Identifizierung des Hundes im Falle einer Trennung oder eines Verlusts während der Reise zu gewährleisten, sollte man sich vor der Reise vergewissern, dass der Hund einen gut lesbaren und aktuellen Mikrochip hat. 

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−Foto: Unsplash / © roaming_angel

Transportmittel

In Bezug auf den Transport beim Reisen mit Hunden gibt es einige wichtige Aspekte, die beachtet werden sollten:

•    Auto: Beim Reisen mit dem Auto, sollte der Hund sicher und bequem untergebracht sein. Hier hat man die Wahl zwischen einem geeigneten Hundegurt zum Anschnallen auf dem Sitz, einer Transportbox oder einer Hundebarriere, um den Hund während der Fahrt verkehrsgerecht zu sichern. Je nachdem wie lang die Fahrt dauert, sollten regelmäßige Pausen eingelegt werden, um sich zu lösen und die Beine zu vertreten. Mit Nahrung während der Fahrt sollte man vorsichtig sein, da manche Hunde wegen der Aufregung zu Durchfall neigen. Aber Wasser sollte immer ausreichend angeboten sein und angenommen werden.
•    Flugzeug: Bei Flugzeugreisen, sollte man sich im Voraus über die Vorschriften und Richtlinien der Fluggesellschaften für das Reisen mit Hunden informieren.  Erforderlichen Dokumente und Gesundheitszertifikate gehören ins Handgepäck. Über Spezifische Anforderungen für die Unterbringung des Hundes im Frachtraum oder in der Kabine erhält man ebenfalls bei den jeweiligen Fluggesellschaften. Allerdings darf man den Stress in diesen Frachträumen nicht unterschätzen. Wenn überhaupt, sollte diese Prozedur nur sehr stressresistenten und entspannten Hunden auferlegt werden.
•    Zug oder Bus: Es gibt unterschiedliche Regeln und Vorschriften für das Reisen mit Hunden für Busse und Züge. Informationen über die Richtlinien erteilen die jeweiligen Verkehrsanbieter. Es sollte die mögliche Notwendigkeit einer Reservierung oder zusätzlicher Gebühren für den Hund in Betracht gezogen werden.
•    Fährschiff: Für das Reisen mit einer Fähre, gibt es auch spezifische Richtlinien für das Reisen mit Hunden. Manche Fährgesellschaften haben bestimmte Unterkünfte oder Bereiche oder für Hunde, während andere möglicherweise Einschränkungen haben. Auch dazu sollte man sich frühzeitig informieren und bei vorhandener Auswahl die beste Variante heraussuchen.

Gesundheit und Sicherheit

Einige wichtige Maßnahmen gibt es, um die Sicherheit und die Gesundheit eines Hundes im Urlaub zu gewährleisten. Darunter folgende:

•    Tierärztliche Versorgung: Sich im Voraus über Tierärzte und Tierkliniken in der Nähe Ihres Reiseziels zu informieren und die Kontaktdaten zu notieren, erspart im Notfall viel Stress für Herrchen, Frauchen, und Hund. 
•    Reiseapotheke: Eine Reiseapotheke für den Hund zusammenstellen. Enthalten sein sollten Verbandsmaterial und eventuelle Medikamente, die der Hund benötigt.
•    Impfungen und Parasitenschutz: Sicher stellen, dass der Hund vor Parasiten wie Zecken und Flöhen geschützt ist und über die erforderlichen Impfungen verfügt. Zudem über Sondergefahren des Reiseziels informieren und entsprechende Vorkehrungen treffen.
•    Ernährung und Wasser: Ausreichend gewohntes Futter von zu Hause mitnehmen und sicherstellen, dass der Hund Zugang zu frischem, sauberem Trinkwasser hat.
•    Hitze und Sonnenschutz: In heißen Klimazonen sollte besonders auf die Wärmebelastung von dem Hund geachtet werden. Das Vermeiden von langen Spaziergängen während der heißesten Stunden ist angebracht. Der Hund sollte immer ausreichend Wasser zur Verfügung haben.

Training und Verhalten

Dem eigenen Hund im Ausland zu vertrauen und ihn kontrollieren zu können, ist wichtig, um potenzielle Probleme zu vermeiden und seine Sicherheit zu gewährleisten. Ein entspannter und souveräner Hund minimiert das Risiko von Unfällen, Konflikten mit anderen Tieren oder Menschen. In einem fremden Umfeld können unvorhergesehene Gefahren auftreten, wie beispielsweise unbekannte Tierarten, Verkehrsbedingungen oder kulturelle Unterschiede. 
Wer einen Urlaub im städtischen Umfeld plant, sollte dies mit einem Hund tun, der bereits an das hektische Treiben in Innenstädten gewöhnt ist. Dies gilt ebenso für Wanderurlaube. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass Hund und Mensch ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen, um ans Ziel zu kommen.