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Italien

Mit dem Wassertaxi durch Venedig

48 Stunden in der Lagunenstadt: Vom Markusplatz zum Lido – und dazwischen in Comissario Brunettis bevorzugte Trattoria.
Von Brigitte Bonder

Selbst wenn man nur zwei Tage in Venedig verbringt – die Lagunenstadt ist immer eine Reise wert. Foto: www.JPlump.de

 .Gemütlich mit der Gondel über den Canal Grande schaukeln und den Ausblick auf die historischen Palazzi am Wasser genießen – das ist der Traum vieler Venedig-Urlauber. Die Stadt lebte einst vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen und Salz. Noch heute glänzt La Serenissima – die Durchlauchtigste – mit prunkvollen Palästen und Kirchen, sehenswerten Brücken und verwinkelten Kanälen. Seit 1987 gehört das historische Zentrum auf den Inseln der venezianischen Lagune zum Unesco-Weltkulturerbe und lockt Tag für Tag unzählige Urlauber an. Wir zeigen, was man an einem Wochenende entdecken kann und wo es noch untouristische Ecken gibt.

Freitag, 15 Uhr: Wer am Flughafen Marco Polo landet, gelangt schnell und typisch venezianisch mit dem Gemeinschafts-Wassertaxi über die Lagune in die Altstadt. Die Anleger der großen Hotels werden direkt angelaufen.

16 Uhr: Auch wenn es teurer ist – nächtigen sollte man auf der Insel. Denn wenn abends die Tagestouristen weg sind, kann man gemütlich durch die Gassen schlendern. Bezahlbar ist das Hotel Royal San Marco nur wenige Schritte vom Markusplatz entfernt.

17 Uhr: Der erste Weg führt zum berühmten Wahrzeichen der Stadt: Die Basilica di San Marco wurde als Kapelle des benachbarten Dogenpalastes errichtet, sehenswert ist die glänzende Fassade aus Marmor und Mosaik. Ein kostenloser Blick ins Innere lohnt sich, denn der Markusdom ist reich an Gemälden und Skulpturen. Tipp: Warteschlange umgehen und vorab für zwei Euro einen Zeitslot für den Eintritt reservieren! Der 99 Meter hohe Campanile nebenan diente einst als Leuchtturm, heute er schönste Ausblick über die Lagunenstadt.

20 Uhr: Abends geht es in eine typisch venezianische Weinbar, eine Bacari. Der Klassiker ist das Ca’ d’Oro Alla Vedova mit regionaler Küche und großer Weinauswahl. Besonders gemütlich sitzt es sich am abgewetzten Tresen, bei schönem Wetter gibt es auch draußen Plätze.

Die schönsten Foto-Spots

Samstag, 10 Uhr: Venedig ist ein Eldorado für Hobby-Fotografen. Das beliebteste Motiv ist die knapp 50 Meter lange Ponte di Rialto mit ihren winzigen Läden, die als erste Brücke den breiten Canal Grande überquerte. Für Einsteiger und Fortgeschrittene gibt es Touren, bei denen Profi-Fotografen wie Marco Secchi zu den schönsten Spots führen und nebenbei noch Technik-Tipps geben.

13 Uhr: Wer wie der berühmte Comissario Brunetti speisen möchte, folgt der Romanfigur von Donna Leon in die Trattoria Da Remigio. Unbedingt den frischen Fisch probieren!

15 Uhr: Eine Gondelfahrt über den Canal Grande ist kostspielig, doch wer die Tour bereits vorab bucht, kann sparen: 30 Minuten kosten bei GetYourGuide etwa 40 Euro. Günstiger geht es mit dem Wasserbus, ein 48-Stunden-Ticket für die Vaporetti ist für 30 Euro zu haben. Schönster Palazzo: Der Ca’ d’Oro mit seiner wunderbaren Marmorfassade aus venezianischer Spätgotik und Frührenaissance.

17 Uhr: Wenn die Tagestouristen die Stadt verlassen haben, geht es in den Dogenpalast, den jahrhundertelangen Sitz des Staatsoberhaupts der ehemaligen Republik Venedig. Der gotische Profanbau glänzt mit Stuck und vergoldeten Schnitzereien. Sehenswert ist auch die Seufzerbrücke, über die Gefangene nach der Verurteilung ins Gefängnis überführt wurden.

19 Uhr: Jetzt ist es Zeit für den landestypischen Aperitif, den beliebten Spritz. Dazu gibt es Cicchetti, Venedigs leckere Vorspeisen.

21 Uhr: Wer Venedig von oben entdecken will, geht in die Skyline Rooftop Bar im Hilton und genießt den Panoramablick über die Lagune bei einem Cocktail.

Frühstück in der Sonne

Sonntag, 11 Uhr: Am Vormittag locken die Cafés auf dem Campo Santo Stefano mit einem Frühstück. Auf dem großen Platz kann man bei akzeptablen Preisen in der Sonne sitzen.

12 Uhr: Wer noch Zeit hat, bummelt von der Promenade aus über die Via Guiseppe Garibaldi zur kleinen Insel San Pietro di Castello mit seiner Kathedrale, dem ehemaligen Bischofssitz von Venedig. Alternativ geht es mit dem Wasserbus zum Lido: Die langgezogene Insel trennt die Lagune vom offenen Meer und lockt mit Sandstrand und Promenade zum Flanieren.

Was man wissen muss

Anreise-Tipp: Air Dolomiti, die italienische Gesellschaft der Lufthansa Gruppe, fliegt viermal täglich von München nach Venedig, ab 49 Euro oneway. Weitere Informationen im Internet auf www.airdolomiti.de.

Restaurant-Tipp: In der typisch venezianischen Bacari-Weinbar werden kleine Häppchen wie die würzigen Polpette-Fleischbällchen, aber auch ganze Menüs serviert. Hauptgericht für 10 bis 15 Euro. Ca’ d’Oro detta Alla Vedova, Calle del Pistor, Cannaregio 3912, Tel. (00 39) 0 41-5 28 53 24.

Beste Fischgerichte gibt es in einer der Stammlokale des berühmten Venezianers Comissario Brunetti: Trattoria Da Remigio, Castello 3416, Tel. (00 39) 0 41-5 23 00 89.

Nightlife-Tipp: Einen Panoramablick über Venedig mit DJ und coolen Cocktails bietet die Skyline Rooftop Bar Venice, Giudecca 810, Tel. (00 39) 0 41-2 72 33 11.

Hotel-Tipp: Im Hotel Royal San Marco, einem eleganten Vier-Sterne-Haus in venezianischem Stil ganz in der Nähe des berühmten Markusplatzes, bezahlt man pro Nacht ab ca. 200 Euro für das Doppelzimmer; Tel. (00 39) 041-5 28 76 65, Mail: royalsanmarco@sanmarcohotels.com, Internet: www.royalsanmarcovenice.com.

Info-Tipp: ENIT – Italienische Zentrale für Tourismus, Tel. (0 69) 25 91 26, Internet: www.italia.it. Touristinformation Venedig, Tel. (00 39) 041 52 98-711, Internet: www.turismovenezia.it.

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