Nachtaktives Stacheltier
Braunbrustigel: So schützen wir seinen Lebensraum

04.12.2023 | Stand 22.02.2024, 5:50 Uhr

Braunbrustigel - Ein junger Braunbrustigel ruht im Laub eines Gartenbusches. Er wurde zum Tier des Jahres 2024 gewählt. - Foto: Jonas Walzberg/dpa/dpa-tmn

Versiegelte Flächen und Wohnstraßen wirken sich zunehmend auf den Lebensraum des Braunbrustigels aus. So können Sie Ihren eigenen Garten für den stacheligen Nachtwanderer gastfreundlich gestalten.

Er hat eine spitze Rüsselnase, starke Krallen und einen kurzen Schwanz: die Rede ist vom Braunbrustigel. Er wurde zum Tier des Jahres 2024 gewählt. Wildtierbiologen wie Klaus Hackländer, Vorsitzender der Deutschen Wildtier Stiftung, warnen davor, dass sein Lebensraum sowohl auf dem Land als auch in der Stadt immer kleiner wird.

Mit ein paar einfachen Maßnahmen kann man dazu beitragen, diesen nächtlichen Wanderer zu schützen und ihn im Garten willkommen zu heißen.

Natürliche Lebensräume für den Igel schaffen

Gärten und Grünanlagen können als Rückzugsort für Igel gestaltet werden. Wilde und quasi unberührte Bereiche ermöglichen es der Natur, sich frei zu entfalten. Laub- und Reisighaufen werden zu sicheren Verstecken für Igel. Und Hecken anstelle von Zäunen bieten natürliche Durchgänge und Lebensräume, in denen verschiedene Tiere Nahrung und Schutz finden können.

Wer dem Braunbrustigel helfen möchte, sorgt dafür, dass er ungehindert durch den Garten wandern kann. Vermeiden Sie undurchdringliche Zäune oder Mauern, so die Deutsche Wildtier Stiftung. Falls der Garten umzäunt ist, lässt man dem Igel ein kleines Loch von etwa 13 x 13 Zentimetern im oder unter dem Zaun.

Auf Pestizide verzichten

Pestizide sind im igelfreundlichen Garten laut der Deutschen Wildtier Stiftung tabu. Diese Chemikalien können die Nahrungsquellen der stacheligen Bewohner vergiften und ihre Lebensräume zerstören. Wer Insekten, Spinnen und Würmer leben lässt, tut den Igeln etwas Gutes.

Rasentrimmer und Mähroboter sind für die Igel eine Gefahr, so die Wildtier Stiftung. Besonders wenn sie tagsüber an den Rändern von Sträuchern und Hecken schlafen. Wer vor dem Mähen nachsieht, ob der Weg frei ist, vermeidet Unfälle.

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