Kein Brot für Piepmatze
Vogelfütterung im Winter: Amseln fressen gerne Äpfel

29.01.2024 | Stand 22.02.2024, 5:36 Uhr

Amsel frisst Obst - Weichfutterfresser wie Amseln freuen sich im Winter auch über Obst. - Foto: Roland Weihrauch/dpa/dpa-tmn

Körner oder Beeren? Wer heimischen Vögeln im Winter etwas Gutes tun möchte, sollte das passende Futter wählen - und das Vogelhäuschen richtig reinigen.

Im Winter ist es für heimische Vögel häufig schwer, Nahrung zu finden. Wer möchte, kann die Tiere unterstützen und ihnen draußen Futterstellen einrichten. Doch welches Futter eignet sich?

Finken, Spatzen oder Gimpel sind beispielsweise Körnerfresser. Ihnen kann man Sonnenblumenkerne, Getreidekörner, eingefettete Haferflocken und unbehandelte Erdnüsse anbieten, so der Deutsche Tierschutzbund.

Weichfutterfresser wie Rotkehlchen oder Zaunkönige fressen getrocknete Insektenlarven oder Fettfutter, das es im Handel zu kaufen gibt. „Amseln und Drosseln freuen sich auch über getrocknete Beeren, Äpfel und Birnen“, so James Brückner, Abteilungsleiter des Wildtierreferats beim Tierschutzbund. Sie bietet man am besten als ganze Frucht an. Denn ist das Obst in Stücke geschnitten, verdirbt es schneller.

Nicht zu viel füttern

Essensreste sollte man den Vögeln nicht geben. Auch Brot oder gewürzte Speisen sind dem Tierschutzbund zufolge ungeeignet. Außerdem sollte man immer nur so viel Futter ausbringen, wie die Vögel innerhalb weniger Stunden fressen können.

Sinnvoll: mehrere kleine Futterstellen einrichten, damit sich Körner- und Weichfutterfresser nicht in die Quere kommen. Geeignet sind dafür etwa Futterglocken, die man aufhängen kann, oder Körnerspender. Auf Meisenknödel im Netz sollte man aber verzichten. Denn die Vögel können sich darin verfangen, so der Tierschutzbund.

Der richtige Ort für den Futterspender

Futterspender platziert man dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zufolge am besten an einer übersichtlichen Stelle, so dass sich keine Katzen anschleichen können. Bäume oder Büsche in der Nähe bieten Deckung bei eventuellen Attacken von Sperbern.

Und nicht vergessen: Futterstellen und -häuser regelmäßig ausfegen. Der Tierschutzbund empfiehlt das täglich. Mindestens einmal wöchentlich sollten Sie zudem das Vogelhäuschen mit heißem Wasser ausreinigen, damit sich keine Krankheitserreger ausbreiten.

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