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Finanzen

So können Hochzeitspaare sparen

Der große Tag kann Unsummen an Geld verschlingen. Doch es gibt Wege, um Nerven und Geldbeutel zu schonen.

Wer ein nicht so teures Hochzeitskleid sucht, kann nach gebrauchten Kleidern schauen – die sind häufig viel günstiger.
Wer ein nicht so teures Hochzeitskleid sucht, kann nach gebrauchten Kleidern schauen – die sind häufig viel günstiger. Foto: Michael Reichel/arifoto UG

Mit der Planung früh genug beginnen

„Mindestens ein Jahr, besser jedoch anderthalb Jahre vor dem Hochzeitstermin sollte ein Paar mit der Planung beginnen“, sagt Sonja Schulz vom Hochzeitsportal24. Als erstes sollte man sich überlegen, was man in welchem Rahmen möchte. „Hierfür kann es hilfreich sein, dass Paare andere erlebte Hochzeitsfeiern gedanklich durchgehen und festhalten, welche Elemente ihnen gefallen haben und sie vielleicht auch bei ihrem Fest dabei haben möchten“, erklärt Friederike Mauritz, Vorsitzende des Bunds deutscher Hochzeitplaner.

Den passenden Zeitpunkt wählen

Die Wahl des Wochentags, an dem geheiratet wird, kann erhebliche Auswirkungen auf die Kosten haben. „Beispielsweise sind oft die Preise für Räumlichkeiten oder Gaststätten unter der Woche mit Abstand günstiger als an den beliebten Tagen Freitag und Samstag“, erklärt Schulz.

Den richtigen Ort für die Feier finden

Wo die Feier am besten stattfindet, ist natürlich auch von der Jahreszeit abhängig. Im Frühjahr oder Sommer kann das Paar die Hochzeit im Garten feiern. „Ein paar Pavillons, Stühle und Tische kann man preiswert mieten“, erklärt Jens Thielen vom Portal Hochzeits-finanzierung.de. Wichtig bei einem Gartenfest: Es muss einen Plan B geben, damit die Feier bei Regen nicht ins Wasser fällt – beispielsweise ein großes Zelt. Aber auch wetterunabhängige Vereinsheime oder Gemeindesäle bieten sich zum Feiern an. Wer eine bestimmte Location im Auge hat, sollte dort früh anfragen – sonst besteht die Gefahr, dass sie ausgerechnet an dem Tag ausgebucht ist.

Bücher zum Thema

  • Raffael Schulz, Sonja Schulz:

    „100 Hochzeit-Checklisten: Das ultimative Buch für die stressfreie Hochzeitsplanung“, erschienen im Verlag Hochzeitsportal24, ISBN-10: 3000405690, Preis: 17,95 Euro

  • Friederike Mauritz, Nikola Stiefelhagen:

    „Der große Hochzeitsratgeber: So gelingt der schönste Tag. Stressfreie Organisation durch Checklisten und Zeitplanung“, erschienen bei der humboldt Schlüterschen Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-86910-022-7,
    Preis: 29,95 Euro

Das Budget im Blick behalten

„Eine Hochzeitsfeier kostet im Schnitt zwischen 10 000 und 13 000 Euro“, erklärt Schulz. Manche richten aber auch mit einem Budget von nur 3000 Euro ein Fest aus, ergänzt sie. Nach oben gibt es kostenmäßig keine Grenzen – alles eine Frage der Wünsche und des vorhandenen Geldes. „Damit Paare später keine Kostenexplosion erleben, ist es wichtig, von vornherein mit realistischen Preisen zu kalkulieren“, rät Mauritz. Völlig logisch: Je weniger Gäste das Paar einlädt, desto günstiger wird es.

Einladungskarten und Deko basteln oder bestellen

Sparen kann das Paar, wenn es Deko, Einladungen oder Menükarten selber gestaltet. „Allerdings ist das oft mit viel Aufwand verbunden und sieht auch im Ergebnis oftmals nicht so schön aus, wie man es sich vorgestellt hat“, erklärt Mauritz. Wer für so etwas kein Händchen hat, sollte Freunde fragen oder die Preise von mehreren professionellen Anbietern vergleichen. „Für eine Einladung besonders hübsch und im Porto preiswerter als ein Brief ist ein Foto des Brautpaares, das man als Postkarte verwenden kann“, erklärt Thielen.

Hübsches Brautkleid und passenden Anzug finden

Brautkleider sind in vielen Preisklassen zu haben. Allerdings rät Schulz davon ab, ein Kleid über einen Onlineshop in Asien zu bestellen. Oft sei die Qualität des Stoffes und eine gute Verarbeitung nicht gewährleistet. „Günstige Brautkleider sind in Second-Hand-Geschäften zu haben“, erklärt Mauritz. Gleiches gilt auch für den Festtagsanzug. Allerdings, schränkt Mauritz ein, sei die Auswahl an Größen in Second-Hand-Läden oft nicht allzu groß.

Musik für DJ aussuchen oder eine Band buchen

Ein DJ ist oft günstiger als eine Band. Günstige Hilfe kann sich das Paar etwa über einen Studentenjobservice vermitteln lassen, sagt Thielen. „Allerdings kann ein günstiger DJ auch ein Fehlgriff sein, weil er vielleicht nur wenig Erfahrung hat“, gibt Mauritz zu bedenken. Thielen sagt: „Notfalls reicht die eigene Stereoanlage oder die von Freunden auch völlig aus.“

Essen der Jahreszeit entsprechend auswählen

Perfekt soll der Hochzeitstag sein: Damit das klappt, sollte das Brautpaar einige Dinge rechtzeitig planen.
Perfekt soll der Hochzeitstag sein: Damit das klappt, sollte das Brautpaar einige Dinge rechtzeitig planen. Foto: dpa

Die Verpflegung bei einer Hochzeitsfeier ist oft ein großer Kostenfaktor. Anstelle von Snacks bei einem Sektempfang bieten sich aus Sicht von Thielen etwa Obstteller an – das können je nach Jahreszeit frische Erdbeeren oder geeiste Melonenstücke sein. Die Hochzeitstorte kann beim besten Konditor, aber auch bei Bäckereien geordert werden, die sich auf Torten spezialisiert haben – „das ist oft günstiger“, erklärt Thielen. Für das Abendessen bietet sich ein kalt-warmes Buffet an. Das Paar kann Angebote von Partyservices, aber auch von Metzgereien und Betriebskantinen einholen. Noch ein Spartipp: Selbst gekauftes Brot vom Bäcker kann günstiger sein, als wenn es der Caterer eigens liefert.

Getränke für die Party preisgünstig organisieren

Auch bei den Getränkekosten können Paare sparen. „Manche Caterer und Partyservices bieten eine Pauschale an“, sagt Schulz. Äußerst günstig ist es häufig, Getränke auf Kommission zu kaufen. Dann bezahlt das Paar nur das, was sie und ihre Gäste konsumieren – der Rest geht zurück. Wenn Paare sparen wollen, sollten sie überlegen, ob sie nicht eventuell darauf verzichten wollen, Spirituosen anzubieten – die können auch ganz schön ins Geld gehen. (dpa)

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