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Ausstellung

Alexander Stern präsentiert seine Lichtinstallationen

Der Straubinger Künstler bestückt die erste Ausstellung im sanierten alten Schulhaus in Geiselhöring, das zu einem kulturellen Zentrum werden soll.
Von Johann Haas, MZ

Vogelflug von Alexander Stern Repro: Haas

Haindling. Inmitten von Haindling befindet sich vor großartiger Kulisse und in direkter Nachbarschaft zur imposanten Doppelkirchenanlage das Alte Schulhaus der ehemals eigenständigen Dorfgemeinde. Haindling ist für seine historisch bedeutende Wallfahrt berühmt, in jüngerer Zeit aber mindestens genauso für den mit vielen Talenten ausgestatteten Musiker Hans-Jürgen Buchner. Daneben gibt es den rührigen Eiskellerverein, der immer wieder kulturelle Initiativen auf hohem Niveau auf den Weg bringt.

Hier will die Stadt Geiselhöring anknüpfen, zu der Haindling heute gehört und die Eigentümerin des mit Mitteln der Städtebauförderung wieder instand gesetzten Schulgebäudes ist. Das ehemalige Schulhaus wird von der Dorfgemeinschaft, der Kirche, Wallfahrern, aber auch von verschiedenen anderen Gruppen rege genutzt. Damit ist es ein kulturelles Zentrum des Orts. Um diesen Charakter noch zu verstärken und auch um die Attraktivität der Gemeinde nach außen hin zu steigern, organisiert die Stadt dort im Juni erstmals eine Ausstellung mit Bildern, Zeichnungen und Installationen eines Künstlers aus dem nahen Straubing.

Alexander Stern realisierte bereits zahlreiche internationale Projekte und wurde mehrfach ausgezeichnet. 1976 in Deggendorf geboren, studierte er von 1996 bis 2002 an der Akademie der Bildenden Künste in München. 2002 legte er sein Staatsexamen ab und ist seitdem freischaffender Künstler. Darüber hinaus unterrichtet er Kunst am Johannes-Turmair-Gymnasium in Straubing. Der Künstler zeigt Zeichnungen und Lichtinstallationen mit Neonröhrenleuchtschrift. Er geht dabei sehr geschickt auf die Gegebenheiten des Ausstellungsraums ein.

In der Alten Schule Haindling zeigt Stern erstmals seine Lichtinstallation „nur ein Moment und alles ist anders“. Auch neue Zeichnungen werden in der Alten Schule zu sehen sein. Sterns Motive stammen dabei aus seiner direkten Umgebung: So fließen beispielsweise sowohl Blicke aus dem Fenster der Wohnung, als auch Situationen des Alltags mit vielfältigen Detailbeobachtungen in seine Bildwelt ein. Stern erweitert das Erblickte, Zufällige, indem er sich aus dem Fundus der medialen Welt bedient.

Der Passauer Kunsthistoriker Dietmar Klinger (Klinger Verlag, Vizepräsident Kunstverein Passau) wird zur Vernissage am Freitagabend, 4. Juni, in die Arbeit von Alexander Stern einführen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Führungen und eine Lesung mit selbst verfassten Texten des Künstlers am Freitag, 11. Juni, um 20 Uhr. Am Sonntag, 6. Juni, besteht die Möglichkeit, die Ausstellung am Vormittag während eines Jazz-Frühstücks zu besuchen. Und direkt neben der alten Schule lädt das Eiskeller-Café ein.

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