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10 000 Masken sollen helfen

Conrad Electronic hat durch gute Kontakte spezielle Schutzmasken erhalten. Davon profitiert nun Pflegepersonal im Landkreis.

In jedem der Pakete befinden sich Schutz-Masken, die an Senioren- und Pflegeheime im Landkreis verteilt werden. Von links: Dr. Werner Conrad, Landrat Richard Reisinger, Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer, Joanna Sladki und Andreas Brunner (Fachberater von BRK und ASB) Foto: Christine Hollederer
In jedem der Pakete befinden sich Schutz-Masken, die an Senioren- und Pflegeheime im Landkreis verteilt werden. Von links: Dr. Werner Conrad, Landrat Richard Reisinger, Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer, Joanna Sladki und Andreas Brunner (Fachberater von BRK und ASB) Foto: Christine Hollederer

Amberg-Sulzbach.Werner Conrad, Leiter von Conrad Electronic aus Hirschau, hat 10 000 FFP2- und Mund-Nasen-Schutz-Masken, die für das Personal in den Senioren- und Pflegeheimen im Landkreis bestimmt sind, an das Landratsamt überreicht. Es war eine der größten Spenden an medizinischen Schutzmasken, die das Landratsamt bislang entgegennehmen durfte. Landrat Richard Reisinger freute sich über die „großartige Geste“, die zeige, dass der Landkreis zusammenhalte.

Conrad betonte, dass es ihm als fest in der Region verwurzelten Familienunternehmen ein besonderes Anliegen sei, vor Ort einen Beitrag zur gemeinsamen Bewältigung der Krise zu leisten. „Ich bin glücklich, dass wir mit dieser Spende zum Schutz von pflegebedürftigen Menschen und der sie betreuenden Personen beitragen können“, sagte Conrad beim Übergabetermin im Landratsamt. Insgesamt stellte Conrad 7 500 chirurgische Mund-Nasen- und 2 500 FFP2-Masken zur Verfügung.

„Jede einzelne Maske wird dringend benötigt“, sagen Joanna Sladki, Fachberaterin beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und Andreas Brunner, Fachberater beim Arbeiter Samariter Bund (ASB). Beide sind Unterstützungskräfte in der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt. Zusammen mit Versorgungsarzt Dr. Michael Scherer aus Sulzbach-Rosenberg kümmern sie sich um die Weiterleitung der Spenden an die rund 40 Senioren- und Pflegeheime im Landkreis, die noch vor den Osterfeiertagen angelaufen ist.

Strenge Richtlinien

Die Masken sind für das Personal in den Heimen bestimmt, das eine Reihe von Hygienemaßnahmen berücksichtigen muss. Nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts, den „Handlungsanweisungen für Alten- und Pflegeheime“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege und dem Bayerischen Roten Kreuz, Kreisverband Amberg-Sulzbach, soll das gesamte Personal in Senioren- und Pflegeheimen nun durchgehend, also vom Betreten der Einrichtung bis zum Verlassen, einen chirurgischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dieser darf auch während der Pausen nicht abgenommen werden. Falls handelsüblicher Mund-Nasen-Schutz nicht verfügbar ist, sollen selbst hergestellte Masken angezogen werden.

FFP-Masken

  • Allgemein:

    Bei FFP Masken handelt es sich um spezielle Schutzmasken, die vor partikelförmigen Schadstoffen wie Staub, Rauch und Aerosol schützen. Es gibt sie in drei verschiedenen Schutzstufen (FFP1, FFP2, FFP3).

  • Corona:

    Für die Behandlung von Corona-Patienten empfiehlt das Robert-Koch-Institut derzeit das Tragen von FFP2 oder FFP3 Masken.

In den Senioren- und Pflegeheimen im Landkreis, in denen bestätige COVID-19 Fälle oder Verdachtsfälle aufgetreten sind, muss das Pflegepersonal bei allen Tätigkeiten am Patienten eine FFP2-Maske tragen. Bei patientenfernen Arbeiten und während der Pausen ist statt der FFP2-Maske auch ein regulärer Mund-Nasen-Schutz erlaubt. Selbst in Heimen ohne bestätigte COVID-19 Fälle ist das Pflegepersonal angehalten, bei Tätigkeiten an symptomatischen Patienten, die Fieber, Husten oder Atembeschwerden aufweisen, eine FFP2-Maske aufzusetzen. Bei patientenfernen Tätigkeiten reichen hier wiederum reguläre Schutz-Masken. Darüber hinaus müssen in den Einrichtungen zweimal täglich sämtliche Türklinken, Oberflächen im Patienten- und Stationszimmer sowie alle Flächen und Kontaktpunkte, mit denen das Personal häufig in Berührung kommt, desinfiziert werden.

Noch ein weiteres Projekt

Weltweit sind Schutzmasken begehrt und Lieferengpässe deshalb noch die Regel. Die enge Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Lieferanten hat es Conrad Electronic möglich gemacht, kurzfristig Masken gemäß den Qualitätsstandards zu organisieren. Und noch ein weiteres Projekt unterstützt Conrad derzeit: An der Uni Marburg arbeitet die Arbeitsgruppe Halbleiterphotonik an der Entwicklung einfacher Beatmungsgeräte, die schnell und preisgünstig hergestellt werden können. Für den Bau des Prototyps und der ersten Geräte wurden rund 90 Prozent der verwendeten Bauteile von Conrad Electronic zur Verfügung gestellt. Derzeit wird unter Hochdruck an einer Zulassung als medizintechnisches Produkt gearbeitet. Sofern eine Zulassung erreicht wird, sollen die Geräte an Kliniken und medizinische Einrichtungen verteilt werden.

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