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1500 Kinder in 44 Jahren betreut

Die Schmidmühlener Kinderpflegerin Frieda Bauer geht in Ruhestand. „Die Arbeit mit den Kindern hat sich gelohnt“, sagt sie.
von Johann Bauer

Kindergartenkinder mit 2. Bürgermeister Martin Bauer, Frieda Bauer, Kindergartenleiterin Angela Graf und Pfarrer Werner Sulzer (v. l. n. r.)
Kindergartenkinder mit 2. Bürgermeister Martin Bauer, Frieda Bauer, Kindergartenleiterin Angela Graf und Pfarrer Werner Sulzer (v. l. n. r.) Foto: Johann Bauer

Schmidmühlen.„Heute ist ein ganz besonderer Tag in unserem Kindergarten. Wir feiern Abschied von Frieda Bauer. Sie war im Kindergarten Schmidmühlen 44 Jahre tätig“, betonte Kindergartenleiterin Angela Graf. Aufgrund der momentanen Situation konnte man keine Abschiedsfeier, wie ursprünglich geplant in einem größeren Rahmen mit den Eltern halten, sondern nur in einer kleinen Runde mit den Kindern im Freien. Den Anfang der Verabschiedung machte ein Musikstück von Daniel Sandner.

Mit herzlichen Worten nahm Kindergartenleiterin Angela Graf Abschied. Nach einem langen Arbeitsleben, es waren 44 Jahre, verlasse Bauer den Kindergarten, wo sie einen großen Teil ihres Lebens verbracht habe. „Mit dir verlieren wir eine sehr engagierte, allseits geschätzte und kollegiale Mitarbeiterin, die sich durch ihre Treue zum Kindergarten und ihre Zuverlässigkeit ausgezeichnet hat“, lobte Graf. Frieda Bauer habe die Einrichtung mit vielfältigen Talenten und Fähigkeiten bereichert. Mit ideenreichen und professionellen Turnstunden, mit Bayerischen Tänzen, die sie den Kindern gelernt hatte, mit Freude am Singen und Malen, die sie vermittelt habe und vielem mehr. In Namen des Kindergartenpersonals wünschte Angela Graf für die Ruhephase alles Gute.

Motiviert bei der Arbeit

Die Kinder sangen das Lied „Das wünschen wir dir, das wünschen wir heut“. Pfarrer Werner Sulzer würdigte zum Abschied, dass Frieda Bauer, in den vergangenen 44 Jahren vieles getan und viele Änderungen der Räumlichkeiten miterlebt habe. Und schon wieder stehe eine neue Investition an. Das Kapital eines Kindergartens seien Mitarbeiterinnen, die motiviert und qualifiziert ihren Dienst tun und sich Fähigkeiten aneignen. Sicherlich war es nicht immer einfach in den vergangenen 44 Jahren, motiviert im Kindergarten zu arbeiten. Im Namen der Pfarrei überreichte der Geistliche ein Präsent. Die Kindergartenkinder führten einen kleinen Sketch auf. Dabei kamen viele Anekdoten aus den vergangenen 44 Jahren vor.

2. Bürgermeister Martin Bauer dankte Frieda Bauer namens der Gemeinde: „Frau Bauer, Sie haben in den 44 Jahren sicherlich Engelchen und Bengelchen begleitet. Sie könnten wahrscheinlich viele Geschichten erzählen“. Schön sei, dass Kinder in der Gemeinde da sind und auch nachkommen. Gemeinde und Pfarrei haben Überlegungen getroffen und vereinbart, den Kindergarten zu vergrößern.

Die Kinder der Sonnengruppe führten sodann den Tanz „Bauernmadl“ auf, dabei musste Frieda Bauer gut aufpassen, denn bei der Wiederholung des Tanzes durfte sie mit ihrem Mann mittanzen. Nach einem Gedicht der Kinder sangen die Kolleginnen ein selbst gedichtetes Abschiedslied nach einer bekannten Melodie. Beim Liedtext kam unter anderem hervor, dass „die Frieda in Rente geht, eiatz braucht sie nimma aufstehn, sie kann jetzt reisen und auch ihr Haus ausramma“.

Frieda Bauer dankte für die herzlichen Worte und betonte, „dass der Ruhestand nicht einfach nur das Ende des Berufslebens ist, sondern vielmehr dessen Krönung“. Ihr Dank galt vor allem denen, die ihr in den vergangenen Jahren zur Seite standen. Die Anforderungen seien von Jahr zu Jahr gestiegen. Doch der Erfolg an den Kindern entschädigte stets für die Hektik. „Wenn ich nun am Ende meines Arbeitslebens Bilanz ziehe, so komme ich zur der Erkenntnis: Die Arbeit mit den Kindern hat sich gelohnt.“

Viele Änderungen erlebt

Der Beginn war am 9. Januar 1976 unter der Leitung von Schwester Simperta. Erzieherin war Amalie Leuthner und Kinderpflegerinnen Barbara Wein und Frieda Schuster. Die Einstellung nahmen Pfarrer Georg Braun und Bürgermeister Max Michl vor. In den 44 Jahren hatte sie zwei Pfarrherren, drei Bürgermeister, zwei Leiterinnen, 32 Erzieherinnen/Pflegerinnen und mindestens genauso viele Praktikantinnen.

Etwa 1359 Vorschulkinder und mit der jetzigen Kitabelegung waren es ca. 1500 Kinder, die sie betreute. Wegen Baumaßnahmen Neubau oder Krippenumbau sei sie viermal ausgezogen und viermal eingezogen. „All meinen Kolleginnen die hier weiterhin arbeiten, aber auch meiner Nachfolgerin wünsche ich Freude an der Arbeit mit den Kindern“, betonte sie.

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