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25 neue Kreisräte in der Runde

Der neue Kreistag mit jetzt acht Fraktionen stellt die Weichen für die kommenden sechs Jahre.
Von Gerd Spies

In der Krötensee-Sporthalle kamen die Kreisräte mit dem Mindest-Abstand von zwei Metern zur konstituierenden Sitzung zusammen. Foto: Gerd Spies
In der Krötensee-Sporthalle kamen die Kreisräte mit dem Mindest-Abstand von zwei Metern zur konstituierenden Sitzung zusammen. Foto: Gerd Spies

Amberg-Sulzbach.Satte 39 Tagesordnungspunkte umfasste die To-do-Liste des Kreistages bei der konstituierenden Sitzung am Montag. Dank der reibungslosen Abstimmung der jetzt acht Fraktionsvorsitzenden im Vorfeld bezüglich der Besetzung der Ausschüsse und weiteren Gremien waren aber alle Punkte in etwas mehr als zwei Stunden abgearbeitet. Auch bei der Wahl der Stellvertreter des Landrats – Stefan Braun (CSU), Franz Mädler (Freie Wähler) und Michael Rischke (SPD) – blieben Überraschungen aus (die Mittelbayerische berichtete).

Wie bei einer Abschlussprüfung der Schule mutete die Krötensee-Sporthalle bei dieser ersten Sitzung des Kreistags nach der Kommunalwahl im März 2020 an. Gemäß der Corona-Vorgaben waren die 60 Einzeltische der Kreisräte akribisch im Abstand von jeweils zwei Metern aufgereiht.

„Sie gehören zu den 60 Auserwählten!“ In seiner gewohnt humorvollen Art begrüßte Landrat Richard Reisinger zunächst die 25 neuen Kreisräte in der Runde. In jeder der insgesamt acht Fraktionen des neuen Kreistags sitzen „Newcomer“. Allein in der stärksten Fraktion, der CSU mit insgesamt 23 Kreisräten, schnuppern neun Mandatsträger zum ersten Mal Kreistagsluft. Zählt man die vier Kreisräte der erstmals im Gremium vertretenen JU hinzu, verfügt die Partei über insgesamt 27 Sitze.

Keine festen Koalitionen

Das reicht aber im 60-köpfigen Parlament nicht zur absoluten Mehrheit. Für Landrat Richard Reisinger war und ist dies aber kein Problem: „Es hat sich bewährt, keine festen Koalitionen zu machen“, erklärte er gleich zu Beginn der Sitzung seine Strategie. Dies zeigte sich auch bei den Abstimmungen in der ersten Sitzung.

Weitere Beschlüsse

  • Ausschüsse:

    Der Kreistag legte die Besetzung folgender Ausschüsse fest: Kreisausschuss, Bau- und Planungsausschuss, Personalausschuss, Umwelt- und Nachhaltigkeitsausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss, Jugendhilfeausschuss. Äußerem bestätigt er den im April 2020 vom Kreistag im Umlaufverfahren gefassten Beschluss zur Bildung eines Ferienausschusses und dessen Ergebnisse.

  • Zweckverbände/weitere Gremien:

    Der Kreistag legt das Vorschlagsrecht der Parteien/Wählergruppen zur Bestellung der weiteren Vertreter des Landkreises Amberg-Sulzbach in den jeweiligen Gremien der Zweckverbände und weiteren Institutionen fest. Konkret wird für die Zuteilung der Sitze wie schon in der vergangenen Kreistags-Periode das Sainte-Lague/Schepers-Verfahren angewendet.

Mit jeweils zehn Mandaten stellen sowohl die SPD als auch die Freien Wähler nach der CSU die stärksten Fraktionen. Während Winfried Franz, Ex-Bürgermeister von Neukirchen, der Fraktionssprecher der SPD bleibt, bestimmten die Freien Wähler mit dem Auerbacher Peter Eckert einen Neuen aus ihren Reihen zu ihrem Sprecher. Die Fraktion der Grünen mit sechs Sitzen führt Peter Eckert (Auerbach).

Zwei Räte aus Schmidmühlen

Unabhängig von ihrer Mutterpartei geht die Junge Union die kommenden sechs Jahre an. Henner Wasmuth aus Illschwang führt die aus vier Kreisräten bestehende Nachwuchs-Garde der CSU an. Zu einer Ausschussgemeinschaft haben sich ÖDP (drei Sitze) und FDP/FWS (drei Sitze) zusammengeschlossen. Ihr Sprecher ist Martin Pöllath, zum Vertreter wurde Christoph Zollbrecht ernannt. Der ÖDP-Vertreter aus Schmidmühlen wurde neu in den Kreistag gewählt. Damit vertreten mit ihm und Bürgermeister Peter Braun (CSU) zwei Kreisräte den Markt Schmidmühlen. Neu im Kreistag sitzt mit Funda Toy aus Sulzbach-Rosenberg auch eine Vertreterin der Linken.

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