MyMz
Anzeige

Kirchweih

29 Meter hoch ist der Ensdorfer Baum

In Ensdorf haben dieses Wochenende die Kirwabuam und -moidln das Sagen. Seit der Kirwabaum steht, wird getanzt und gefeiert.
Von Hans Babl

  • Kraft und Armschmalz brauchten die Kirwaburschen zum Aufstellen des Baums. Foto: Hans Babl
  • Sie sorgen dafür, dass ihre Kirwaburschen nicht verdursten. Foto: Hans Babl
  • „Pack mas wieder! Hau Ruck!“ Foto: Hans Babl

Ensdorf.Die Feuerwehr Ensdorf hält Traditionen hoch; dazu gehört auch das Knackwurstfest. Am Wochenende bewies sie und die 14 feschen Kirwapaare der Kirwagemeinschaft, dass man in Ensdorf zünftig und originell Kirwa zu feiern versteht: die Jakobi-Kirchweih.

Am Samstag war es tropisch heiß, so dass die 14 strammen Kirwaburschen und ihre insgesamt 36 Helfer – auch aus Rieden – gehörig ins Schwitzen kamen, als sie den kerzengerade gewachsenen 29 Meter langen Kirwabaum aufstellten, den die Bayerischen Staatsforsten gestiftet hatten. Zuvor hatten sie ihn teilweise geschält und „geringelt“. Alle Kirwaburschen, auch die Moidln und die Nachbarboum vom „Viehhof“ haben „Kirwa Ensdorf 2019“, das Ensdorfer Wappen, eine Breze, einen Maßkrug, Dirndl und Lederhose eingeschnitzt. Die feschen Kirwamoidln hatten Abende zuvor schon zwei riesige Kränze gebunden und den Gipfel mit weißblauen Bändern versehen.

Etwas verspätet hörte man die Juchzer der strammen Kirwaburschen, als sie mit einem Traktor die stattliche 29 Meter lange Fichte zum Festplatz transportierten. Begleitet wurde der Zug von den Kirwamoidln mit flüssiger Nahrung und den traditionellen Kirwagesängen. Sodann wurde der Baum von heuer 36 starken Burschen und Männern – auch aus Rieden – an fünf „Goaßn“ und viel „Armschmalz“ in die Senkrechte gebracht, wegen der tropischen Temperaturen von weit über 30 Grad eine schweißtreibende Arbeit. Da mussten sich die Kirwaburschen und ihre Helfer mächtig ins Zeug legen. Die Kirwamoidln eilten gleich herbei, um mit Gerstensaft dafür zu sorgen, dass das „Schmalz“ nicht ausging.

„Auf mein Kommando! San mas? Alle Manna an die Goaßn! Hau-Ruck!“, forderte unerbittlich „Baummeister“ Martin Reiser. Unterstützt und zur Sicherung war ein Autokran im Einsatz. Nun ragt der hoch aufgerichtete Ensdorfer Kirwabaam über das Dorf, das sich zu Recht „Perle des Vilstals“ nennt. Es wehen die weißblauen Bänder von den zwei grünen Kränzen und dem Wipfel. Abends spielte dann die Band „Grögötz Weißbier“ zünftig auf.

Den sonntäglichen Kirchweihgottesdienst in der Pfarrkirche St. Jakobus mit Pfarrer Pater Hermann Sturm umrahmte der Kirchenchor Ensdorf. Die Blaskapelle Ensdorf unter Leitung von Hubert Haller spielte anschließend zum musikalischen Frühschoppen im Festzelt auf, bevor sich die Gäste an Schweinsbraten, Bratwürstln und Grillfisch labten oder Kaffee und selbstgebackenen Kuchen den Vorzug gaben. Nachmittags tanzten die 14 Kirwapaare mit Unterstützung von „Saba Z’dreckat“ den Kirwabaam aus und nahmen mit Gstanzln Geschehnisse der Gemeinde aufs Korn, bevor die Band im Festzelt zum Kirchweihtanz aufspielten.

Am heutigen Montag aber ist erst mal ab 14 Uhr zunächst der Seniorennachmittag mit Heimat-Quiz des Heimat. und Kulturverein angesagt, wobei viele Preise zu gewinnen sind.

Zum Kirwaausklang spielt heute ab 20 Uhr „Spritztour“ beim „Abend der Vereine, Firmen und Behörden“ auf. Gegen 21 Uhr wird der Kirwabaum versteigert. Außerdem gibt es viele tolle Preise bei der Tombola zu gewinnen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht