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Region Amberg
Mittwoch, 15. August 2018 24° 3

Bilanz

4600 Zuwanderungen seit 2012

Die Zahl hat sich binnen sechs Jahren nahezu verdoppelt, berichtete die neue Bildungskoordinatorin Christina Gerl.
Von Gerd Spies

Der neue Chef des Kulturamts Amberg heißt Reiner Volkert. Foto: Spies
Der neue Chef des Kulturamts Amberg heißt Reiner Volkert. Foto: Spies

Amberg.Gleich zu Beginn der Kulturausschusssitzung in dieser Woche durfte Kulturreferent Wolfgang Dersch mehrere Personalveränderungen bekanntgeben. Reiner Volkert (52) ist seit 2. Mai 2018 der neue Leiter des Kulturamts. Der Kümmersbrucker tritt damit die Nachfolge von Thomas Boss an, der an die Chef-Position des Jugendamts der Stadt wechselte. Marina Auer, die bisherige stellvertretende Leiterin, verlässt das Kulturamt. Sie verändert sich beruflich in die Metropolregion Nürnberg.

Auch die Position der Bildungskoordination für Neuzugewanderte bei der Stadt ist neu besetzt. Christina Gerl hat diese Aufgabe von Franziska Rupprecht übernommen, die in Mutterschutz und Elternzeit gegangen ist. Christina Gerl ist gebürtige Ambergerin, ging auch in der Vilsstadt zur Schule. 

Außerdem konnte der Kulturreferent den Amberger Künstler und Leiter des Luftmuseums zur Auszeichnung „Künstler des Monats“ in der Metropolregion Nürnberg gratulieren. Im Monat Februar 2018 hatte Koch diese Ehrung erhalten.

Zahlen vorgestellt

Die neue Bildungskoordinatorin stellte den Ausschussmitgliedern die aktuellen Zahlen zum Thema Neuzuwanderung in Amberg vor. Seit 2012 hat sich die Zahl der Neuzugewanderten in der Stadt verdoppelt, liegt derzeit bei rund 4600. Den größten Anteil mit knapp 700 bilden dabei die Flüchtlinge aus dem Irak, gefolgt von Syrien mit 323. Aktuell kommen kaum noch Asylsuchende hinzu, die Zuweisung ist derzeit ausgesetzt. Den Großteil der neuen Zugänge umfassen lediglich die Personen, die im Zuge des Familienzuzugs zu den bereits anerkannten Flüchtlingen nach Deutschland kommen. Die Stadt löst deshalb nach und nach dezentrale Unterkünfte auf.

Theaterbilanz

  • Einen erfolgreichen Rückblick

    auf die Theatersaison 2017/18 konnte Katja Körtge vom Kulturamt geben. Über 10 000 Zuschauer haben die insgesamt 40 Veranstaltungen besucht. Einige Aufführungen wie Scotch & Soda oder Irish Christmas seien nahezu ausverkauft gewesen. Insgesamt gehe aber der Trend zu den Wahl-Abonnements. lobte das Programm, das wieder eine gelungene Mischung aus Boulevard und anspruchsvollen Darbietungen gewesen sei. (age)

Die Agentur für Arbeit zieht bei der Frage der Integration der Neuzugewanderten in den Arbeitsmarkt eine positive Bilanz der letzten fünf Jahre. Konnte 2012 der Arbeitsmarkt noch lediglich acht Prozent der Flüchtlinge aufnehmen, haben Ende 2017 bereits 50 Prozent eine Beschäftigung gefunden. In den kommenden Jahren wird sogar mit einem Anstieg auf 70 Prozent gerechnet. In der gesamten Region – Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach – beträgt die Integrationsquote 2017 27,8 Prozent.

Obwohl nur ganz wenige Flüchtlinge ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen, nur zehn Prozent von ihnen über einen formalen Abschluss verfügen, wird das Bildungspotenzial dieser Gruppe als sehr groß eingeschätzt. Denn der überwiegende Teil der Männer ist jünger als 35 Jahre. Sowohl bei den Flüchtlingen aus dem Irak als auch aus Syrien macht sogar der Anteil der unter 25-Jährigen mehr als die Hälfte aus.

Lob für Integrationsarbeit

Die Aufgaben, die die Bildungskoordination hier zu bewältigen hat, sind sehr vielfältig. Zum einen organisiert sie die Vernetzung aller Personen und Organisationen, die am Bildungsprozess Neuzugewanderter beteiligt sind. Andererseits beteiligt sie sich an verschiedenen Projekten für Flüchtlinge auch außerhalb des Bildungsbereichs. Workshops zum Beispiel zu Fragen der Gesundheitsprävention, der Demokratie- und Wertevermittlung etc. gehören zu ihren Aufgabenfeldern. „Die Zahlen zeigen, dass sich was bewegt!“ Für Bürgermeisterin Brigitte Netta belegen die vorgelegten Daten, dass Amberg bei den Bemühungen der Integration auf dem richtigen Weg ist.

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