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Region Amberg
Samstag, 22. September 2018 15° 3

Glaube

89 Jahre ist der älteste Habsberg-Wallfahrer

Mit den 100 Pilgern wallfahrtete auch Konrad Ibler zum 64. Mal mit. Er wurde begleitet von Tochter, Enkeln, Urenkeln.

  • Am vergangenen Samstag nahmen 100 Gläubige an der 315. Wallfahrt zur Gnadenkirche „Maria Heil der Kranken“ teil. Gegen 16.30 Uhr kamen sie auf dem Habsberg an. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz trug auf dem 30 Kilometer langen Weg nach Habsberg Xaver Riepl jun. Foto: azd
  • Zum 64. Mal nahm der 89-jährige Konrad Ibler (Dritter von links), als ältester Teilnehmer an der Wallfahrt zum rund 30 Kilometer entfernten Habsberg teil. Mit ihm seine Enkelin Sophie Rüth, Tochter Sabine Rüth, die Enkel Jakob Rüth und Andreas Ibler sowie seine Urenkel, die Zwillinge Max und Leo Ibler (von links). Foto: azd
  • Am vergangenen Samstag nahmen 100 Gläubige an der 315. Wallfahrt zur Gnadenkirche „Maria Heil der Kranken“ teil. Gegen 16.30 Uhr kamen sie auf dem Habsberg an. Foto: azd

Rieden.. Zum 315. Mal pilgerte am vergangenen Samstag die katholische Pfarrgemeinde zum rund 30 Kilometer entfernten Habsberg. „Geleite sie auf ihrem Weg, schütze sie vor Gefahr, behüte sie vor jedem Unfall und lasse sie heil zurückkehren“, bat vorher Pfarrer Gottfried Schubach in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt.“

Nach einem gemeinsamen Vater unser und Ave Maria erteilte er den Reisesegen. Beim gemeinsamen Lied „Wir ziehen zur Mutter der Gnaden, zu ihrem heiligen Bild“ formierten sich die etwa 100 Wallfahrer auf dem Marktplatz um bei sommerlichen Temperaturen zur Wallfahrtskirche „Maria Heil der Kranken“ auf dem Habsberg aufzubrechen.

Als Vorbeter waren Hubert Fischer, Andreas Fischer, Georg Müllner und Reinhard Meier im Einsatz. Das sechs Kilogramm schwere Wallfahrtskreuz wurde nach Habsberg, wo man gegen 16.30 Uhr ankam, von Xaver Riepl jun. getragen; auf dem Rückweg übernahm Christian Huber diese Arbeit. Den Lautsprecher trug Klaus Jaintzyk. Nach der Ankunft verweilten die Gläubigen bei einer Andacht in der Gnadenkapelle. Das Wallfahrtsamt, dem sich eine Lichterprozession anschloss, wurde mit Pfarrer Dr. Elmar Spöttle gefeiert und von der Blaskapelle Rieden musikalisch umrahmt.

Die Wallfahrtskirche war mit mehreren hundert Gläubigen bis auf den letzten Platz gefüllt. Am Sonntagmorgen pilgerten nach der morgendlichen Verabschiedung knapp 50 Pfarrangehörige zurück nach Rieden, wo sie gegen 16.30 wieder glücklich aber doch ein bisschen müde von den Angehörigen empfangen wurden.

Mit 89 Jahren war Konrad Ibler, der zum 64. Mal teilnahm, ältester Teilnehmer dieser Wallfahrt. Mit ihm auf den Weg gemacht hatte sich auch seine Tochter Sabine Rüth, seine Enkel Andreas Ibler, Sabine und Jakob Rüth sowie seine Urenkel die Zwillinge Max und Leo Ibler.

Der achtjährige Moritz Breitkopf und die neunjährige Eva Hofrichter waren als jüngste Pilger mit dabei. Da keine Gaststätten mehr auf der Strecke vorhanden sind, übernahm die Feuerwehr Rieden die Essens- und Getränkeversorgung. (azd)

Geschichte der Wallfahrt:

Bei Nachforschungen im Stadtarchiv Amberg stieß Ortsheimatpfleger Andreas Reindl auf ein 1938 vom Eichstätter Domkapitular Franz Xaver Buchner verfasstes Buch. Hier steht auf den Seiten 310/311 geschrieben: Große Wallfahrtskirche Habsberg – Wallfahrtszüge: 15. Juni Rieden seit 1704 mit Übernachtungen 200.“

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